Schon 1995 war das Elektroauto
in Deutschland nach weitreichenden Tests auf Rügen serienreif. Es
wurden unterschiedlichste Batterietypen getestet, es gab
Schnellladesysteme,
bei denen nach einer halben Stunde die Batterien wieder voll waren -
und
die Autos kamen auf tägliche Reichweiten von 80 bis 150
Kilometern,
manche sogar auf mehr als 300 km!
Mindestens 10% aller
neu
zugelassenen Kraftfahrzeuge sollten schon im Jahre 2000 Elektroautos
sein.
Doch die Ergebnisse wurden wieder in der Schublade versenkt. Warum?
Ein Auto mit Verbrennungsmotor hat 90 mal mehr bewegliche Teile als ein Elektroauto.
Ein Verbrennungsantrieb besteht aus 1400 Teilen, ein Elektroantrieb nur aus 210.
Ein Großteil der (veralteten) Technik wird also nicht mehr gebraucht und muss durch eine andere ersetzt werden.
Die Patente, mit denen die Autohersteller jetzt noch viel Geld machen, werden wertlos!
Selbst die Bremsen werden viel weniger gebraucht.
Für den Bau von Elektroautos müssen die Produktionsstraßen fast
komplett umgebaut werden. Die Umstellung eines Werkes kann 5 bis 7 Jahre dauern.
Neue Ingenieure werden gebraucht, die sich mit Elektrotechnik in der automobilen Anwendung wirklich
auskennen.
Die Hersteller verkommen zu reinen Karosseriebauern, da sie weder die E-Motoren, noch die Akkus
selbst herstellen können.
Die Fahrzeuge müssen insgesamt leichter werden, das bedeutet Verwendung
anderer Baustoffe, mit denen man bislang keine Erfahrung hat.
Momentan bringt nur noch das Premium-Segment Profit (daher auch die Ablehnung der
Geschwindigkeitsbegrenzung). Die Batterietechnologie für 2,5 Tonnen schwere Pkw ist aber sehr
aufwendig und teuer, wenn noch eine angemessene Reichweite entstehen soll.
Die Hersteller müssen wegen des massiv rückläufigen Absatzes
Geld sparen - da liege es nahe, kostspielige Entwicklungsprojekte auf die lange Bank
zu schieben.
Auch die bedrängten Zulieferer können sich derartige Investitionen
in Schlüsseltechnologien momentan nicht leisten.
Die Monteure in allen Fachwerkstätten
müssen umgeschult werden. Bislang kennt man sich weder mit Akkus,
noch mit dem E-Betrieb an sich aus.
Da ein Elektroauto 90 mal weniger bewegte Teile hat, geht der Wartungsaufwand gegen Null. Die
Werkstätten hätten also allenfalls noch 20% Auslastung. Auch an Ersatzteilen
ist nicht mehr viel zu verdienen, denn man muss sich mit Teilen abgeben, die
man nicht selbst hergestellt hat.
Der Sprit ist derzeit nicht teuer genug. [Das wird sich jedoch bald wieder ändern; es folgt
also gleich die nächste globale Krise...]
Die Öl-Lobby ist seit fast 100 Jahren auch stark in der Autoindustrie investiert.
Möglicherweise ist hier sogar der Grund für immer schwerere, stärkere und
verbrauchsintensivere Fahrzeuge zu finden, wobei der Wirkungsgrad von einem Verbrennungsmotor
bei nur maximal 40% liegt. Der Wirkungsgrad des Elektromotors liegt bei ca. 90%.
Noch argumentiert die Autoindustrie
vollmundig damit, dass die Kunden das Elektroauto (noch) nicht
akzeptieren
würden. Doch Reichweiten von 300 Kilometer dürften durchaus
akzeptabel
sein, wenn man bedenkt, dass laut Statistik durchschnittlich nur 42
Kilometer
pro Tag gefahren werden und die meisten Fahrten eine Länge von ca.
15 Kilometern haben. Und Steckdosen gibt es ja weit mehr als Einwohner.
"In den nächsten 10 Jahren kann die Autoindustrie
mit Elektroautos kein Geld verdienen", sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche.
Kürzlich hat sich die
Autoindustrie die für 2012 anvisierten CO2-Begrenzungen von der
Regierung
auf 2015 verlängern lassen. Die ehemalige "Klimakanzlerin" Merkel
hat sogar höchstpersönlich in Brüssel für
höhere
Abgaswerte und ihre deutschen Automobilhersteller-Lieblinge
gekämpft.
Dabei geht es um CO2-Werte, die Merkel schon vor fast zwei Jahrzehnten
als Umweltministerin gefordert hatte!
Das bedeutet also,
dass
es in Deutschland wohl erst ab 2015 kleine und überteuerte
Elektroautos
zu kaufen gibt, und auch nur, um damit dann notwendigerweise den
Flottenverbrauch
der Hersteller zu senken.
Laut einer Studie der Deutschen
Energie-Agentur geht es in Besprechungen von Autos in Tageszeitungen
vor
allem um drei Dinge: PS, Kaufpreis und Design. Dagegen werden
Spritverbrauch
und CO2-Werte oft verschwiegen.
Die Chinesen bauen jedenfalls
ab 2012 eine Million Elektroautos pro Jahr, weil es ihre Regierung so
entschieden
hat. Denn China hat das Ziel, Weltmarktführer bei Elektroautos zu
werden. Natürlich werden sie auch den Europäischen Markt mit
preisgünstigen Elektrofahrzeugen überschwemmen - und dankbare
Käufer vorfinden...
Zu diesem Zeitpunkt
wird
VW hier gerade seinen Flottentest mit 20 Fahrzeugen abschließen.
Leider wollen auch viele
Ökostromanbieter das Elektroauto nicht, weil sie meinen, dass dies
nur den großen Energiekonzernen in die Hände spielen
würde,
indem die E-Fahrzeuge dann mit Atom- und Kohlestrom geladen werden.
Doch für viele
Menschen,
die auf das Elektroauto warten, macht dieses nur Sinn, wenn es
regenerativ
geladen wird!
Problematisch ist, dass also die Ökostromanbieter ihre
eigene Zielgruppe verkennen und ihren wichtigsten Zukunftsmarkt
verschlafen.
Dann wird das fossile Energiekartell tatsächlich das große
Geschäft allein machen...
1996 brachte General Motors den EV1 auf den Markt und schloss Verträge mit den Kunden,
die es dem Unternehmen ermöglichten, nach Ablauf von drei Jahren die Fahrzeuge
zurückzurufen. Danach hat GM die äußerst beliebten EV1-Elektroautos von den
begeisterten Kunden zurückgeholt, um alle zu verschrotten.
http://de.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1
Der Anteil grober Rußpartikel in Dieselabgasen
wurde in den letzten Jahren verringert. Gefährlich sind aber nicht so sehr diese,
sondern die "lungengängigen", sehr kleinen Rußteilchen. Je kleiner die Partikel
sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein.
Es ist tragisch, aber durch die Filtersysteme ist der Ruß
gefährlicher geworden als früher. Bei den feinen und ultrafeinen Partikeln versagen
die natürlichen Abwehrmechanismen der Lunge.
Deutschland ist das einzige Land der Erde ohne
Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.
Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde den bundesweiten CO2-Ausstoß
um drei Prozent verringern.
Für ein Tempolimit auch in Deutschland gibt es viele gute Gründe, doch man kann
nicht immer vernünftig sein.