Ressourceneffizienz ist weit wichtiger als
einfache Energieeffienz!
Energieeffizienz heißt für
viele, neue Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher etc. zu kaufen,
da diese womöglich weniger Strom verbrauchen. Doch Kühlschränke,
Waschmaschinen, Autos etc. verbrauchen während ihrer gesamten Nutzungsdauer
nicht annähernd so viel Energie und Ressourcen wie bei ihrer Herstellung!
Ressourceneffizienz bedeutet die Dinge
so lange zu gebrauchen, bis sie wirklich kaputt sind und sich nicht mehr
reparieren lassen. Entscheidend ist nicht vorrangig, wie
viel Strom wir verbrauchen, sondern welchen Strom wir verbrauchen – fossilen
oder regenerativen Strom.
Dass Banken, Industrie und Handel mehr
an der Energieeffizienz interessiert sind, ist klar, denn mit Ressourceneffizienz
lässt sich nicht so schnelles Geld machen...
Sieben Milliarden Menschen bevölkern
die Erde. Schon jetzt verbrauchen sie mehr, als der Planet langfristig
bieten kann. Eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung hat einen
alarmierend hohen Ressourcenverbrauch.
Momentan landen noch wertvolle Ressourcen
in der Müllverbrennung und gehen somit endgültig verloren.
Seltenerdmetalle sind Bestandteil in Handys,
Laptops und Windrädern. Ihre Gewinnung in Minen ist teuer. Trotzdem
werden die Metalle nicht recycelt.
Bei knapper werdenden Ressourcen wird es vermehrt zu Energie-Engpässen
kommen, die dann auch zu Nahrungsmittelknappheit führen und zu extremer
Verteuerung der Lebenshaltungskosten.
Der Glaube an das unbegrenzte Wachstum
der Wirtschaft und nationale Egoismen sind die Ursachen für das Scheitern
jedes Klimagipfels. Aber was, wenn sich die weltweite Wirtschaftskrise
nicht mit neuem Wachstum überwinden lässt und Schuldenlöcher
nicht mehr mit neuen Schulden gestopft werden können?
Forscher wollen der verhängnisvollen
Entwicklung mit neuen Technologien begegnen. Doch das allein reicht nicht.
Die Menschen müssen schnell anderes produzieren und konsumieren.
Wirtschaftswachstum heißt die heilige
Kuh unserer Tage. Viele Ökonomen und Politiker betonen ständig,
dass ohne kontinuierliches Wachstum die ökonomische und soziale Katastrophe
drohe. Doch wenn eine Ökonomie wächst, verbraucht sie auch deutlich
mehr Ressourcen!
Die Europäische Umweltagentur hat
vorgerechnet, dass jede(r) Bürger(in) in der EU jährlich durchschnittlich
16 Tonnen natürliche Ressourcen verbraucht. Für eine nachhaltige
Entwicklung dürften wir aber nur 6 Tonnen pro Jahr verbrauchen.
Die Rohstoffe für die Flachbildschirme,
Handys und Akkus sowie auch für die "grünen Technologien" werden
immer seltener und begehrter. Sie bringen zudem ökologische, finanzielle
und soziale Probleme in den Abbauländern mit sich und stellen bei
uns schon wenig später ein großes Recycling-Problem dar.
"Wer glaubt, exponentielles
Wachstum kann auf einem begrenzten Planeten für immer fortschreiten,
ist entweder ein Schwachkopf oder ein Ökonom."
(Kenneth E. Boulding, Ökonom)
Ressourcenbasierte
Wirtschaft
Bislang ging das Wirtschaften stets auf Kosten
der Umwelt. Wir brauchen jetzt sehr dringend eine Wirtschaft zu Gunsten
der Umwelt!
Angesichts bedrohlicher Umweltgefährdungen
und wachsender ökonomischer Probleme sieht Dennis L. Meadows ("Die
Grenzen des Wachstums", 1972) die dringende Notwendigkeit, mit Nachdruck
einen Kurswechsel im Sinne der Nachhaltigkeit einzuschlagen. Der emeritierte
Professor warf Politik wie Bürgern vor, vorwiegend an kurzfristigen
Vorteilen statt an langfristigen Erfordernissen interessiert zu sein.
Meadows sagte massive Probleme auch ökonomischer
Natur voraus, wenn es nicht zu einer Begrenzung des Wachstums komme. Dies
werde nicht erst in ferner Zukunft, sondern in einem überschaubaren
Zeitraum der Fall sein. Der Wissenschaftler sieht die zentrale Aufgabe
darin, ein niedrigeres Niveau der Wirtschaftsleistung, das im ökologischen
Interesse erforderlich ist, mit dem sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft
zu verbinden.
Können Gesellschaften nichts anderes
als Waren sein, auch Natur und Menschen? Wie weit können sie den Schwankungen
von Angebot und Nachfrage unterworfen werden, ohne dass dadurch die Gesellschaft
zerstört wird?
Die Zeit für eine Neugestaltung unserer
Weltgesellschaft ist da. Der Grund hierfür sind nicht irgendwelche
kreativen Interessen oder intellektuellen Bestrebungen. Der Grund liegt
im Versagen der Finanzstrukturen, das weltweit einen Anstieg von Armut
und Konflikten auslöst, in der anhaltenden Korruption, hervorgerufen
durch das Streben nach Profit, und der kontinuierlichen Vergiftung des
Planeten und uns selbst durch die kommerzielle Industrie im Allgemeinen.
Wir stehen am Scheideweg. Entweder übernehmen wir die Verantwortung
für unser Leben und die Gesellschaft oder wir zahlen den Preis. Je
länger wir in diesem überholten System weiterleben, desto instabiler
wird alles werden.
Für ein ressourcenverträgliches Wirtschaften müssten wir nicht zurück ins
Mittelalter, sondern nur zurück auf das Niveau der 1960er Jahre.
Die Implementierung
des Ressourcenbegriffes in die Betriebswirtschaftslehre wäre ein
wichtiger Beitrag zur Lösung globaler Umweltprobleme.
Von der Lebensmittelindustrie über
das Bauwesen bis zum Verkehr – die EU-Kommission will Europas Wirtschaft
in den kommenden Jahrzehnten auf Ressourceneffizienz trimmen.
Mit der Idee, konkrete EU-Vorgaben zum Ressourceneinsatz zu entwickeln,
ist die Brüsseler Behörde vorerst gescheitert.
http://www.youtube.com/watch?v=z0VJWZUNMjE
Den Wohlstand
vom Verbrauch entkoppeln
Der globale Kapitalismus ist gefangen in ständigen
Krisenzyklen und findet
keinen Ausweg.
Eine ressourcenbasierte Wirtschaft konzentriert
sich auf die Verwendung bestehender Ressourcen und nicht auf den Handel.
Alle Waren und Dienstleistungen sind ohne den Gebrauch von Währung,
Kredit, Tausch oder irgendeiner Form von Schuld oder Knechtschaft verfügbar.
Ziel dieser neuen sozialen Ordnung ist es, die Menschheit von den sich
ständig wiederholenden, stumpfsinnigen und willkürlichen Berufsrollen
zu befreien, die keine echte Bedeutung für die soziale Entwicklung
haben, indem sie ein neues Anreizsystem fördert, das auf Selbsterfüllung,
Bildung, soziales Bewusstsein und Kreativität setzt, statt auf das
oberflächliche und egozentrische Streben nach Reichtum, Besitz und
Macht, das heute dominierend ist. Wir erkennen, dass die Erde reichlich
Ressourcen bietet und dass unsere überholten Methoden, Ressourcen
durch Geldpolitik zu rationieren, nicht länger nötig sind. Genau
genommen sind sie äußerst kontraproduktiv für unser Überleben.
Das Geldsystem wurde vor Jahrtausenden
in Zeiten großer Knappheit geschaffen. Die monetäre Wirtschaft
verfolgt das altbekannte Konstrukt von "Angebot und Nachfrage", das besagt,
dass Dinge mit steigender Verfügbarkeit entsprechend an Wert sinken.
Beispielsweise war Trinkwasser früher eine in allem Überfluss
vorhandene Ressource, sodass man dafür in der Regel nicht zahlen musste.
Mit der Verschmutzung des Grundwassers und der Entwicklung von Leitungswassersystemen
in Städten jedoch kam auch der kommerzielle Verkauf von Trinkwasser
– oft zu einem höheren Preis pro Barrel als Öl. Man sieht, es
ist äußerst profitabel, Ressourcen knapp zu halten. Je mehr
eine Firma die Öffentlichkeit davon überzeugen kann, dass ihr
Produkt "rar" ist, desto mehr können sie dafür verlangen. Daher
sind z.B. Stromkonzerne nicht an mehr Strom interessiert – schon gar nicht
an Strom durch Erneuerbare Energien, den sie ohnehin nicht selbst produzieren.
Der technologische Fortschritt löst
die Menschen mehr und mehr in ihrer Rolle als wirtschaftliche Arbeitskraft
ab. Dieser Paradigmenwechsel wird unsere Gesellschaft auf die eine oder
andere Weise verändern. Er wird uns entweder zu einer neuen Gesellschaftsform
führen, die keine menschliche Knechtschaft für das Einkommen
erfordert, in der die Gesellschaft als Ganzes so gestaltet wird, sich den
technischen Fortschritt zunutze zu machen, der für die soziale Verbesserung
gezielt beschleunigt wird oder wir werden wahrscheinlich auf den Pfad von
Chaos und Verwirrung geführt, wobei die Arbeitslosigkeit steil ansteigt,
Verbrechen um sich greifen, drakonische Polizeimaßnahmen eingeführt
werden, um Widerspruch zu unterdrücken, und Umwelt-Ressourcen noch
mehr ausgebeutet und zerstört werden.
Der amerikanische Management-Guru Umair
Haque belegt überzeugend, dass ein Hamburger bei McDonalds tatsächlich
30 Euro und nicht nur 3 Euro kostet, legt man auch Umwelt- und Sozialkosten
zugrunde.
Unser Fortbestand und unsere Lebensqualität
hängen einzig und allein davon ab, wie wir die Erdressourcen nutzen,
verwalten und bewahren. Vorbildlich sind energieautarke Gemeinden, die
ohne Erdöl und Banken auskommen, die Geld verwalten und nicht verzocken.
Die intelligente Verwaltung der Erdressourcen
ist das Wichtigste. In einer vernünftigeren Welt würden wir auf
das dynamische Gleichgewicht innerhalb unseres globalen Ökosystems
achten und Produktionsprozesse entsprechend anpassen. Dazu brauchen wir
konkrete fiskal- und ordnungspolitische Instrumente gegen die Verschwendung
von Materialien, Wasser und Flächen sowie eine Steuerreform, die emissions-,
ressourcen- und verschmutzungsorientiert ist.
Wenn wir nicht die Übersicht über
alle planetarischen Ressourcen behalten und den Planeten als ein synergetisches
Ganzes verstehen, schränken wir unsere Fähigkeiten ein. Bedauerlicherweise
ist die Welt heute geteilt durch profitorientierten kommerziellen Konkurrenzkampf,
religiöse Gruppen und primitive nationalistische Selbstidentifikation,
die gegenwärtig die Organisation einer globalen Ressourcenverwaltung
erschweren.
Einer Umweltgenossenschaft
beitreten (preiswertere, da regionale
Selbstversorgung mit umweltgerechten Produkten ohne chemische Belastungen
sowie einer dezentralen Erzeugung und Versorgung).
2012 endet der
Maya Kalender Mit dem Ende des Maya Kalenders zur Wintersonnenwende
am 21.12.2012 werde die Welt untergehen - so prophezeit ein alter Maya-Kalender.
Böllern
an Silvester: KANNST DU MICH HÖREN?? Sven, 13J., Hamburg-Dulsberg:
"Nie hört mir jemand zu. Niemanden interessiert, was ich zu sagen
habe. Silvester habe ich endlich mal die Gelegenheit, Gehör zu finden.
Leitfaden:
Umweltstandards für Jacke wie Hose Das Umweltbundesamt
(UBA) hat gemeinsam mit Unternehmen aus der Textil- und Schuhbranche einen
Leitfaden zur weltweiten Verbesserung der Umweltstandards in der Produktion
erarbeitet.
China
bleibt bei Bio am Ball Der chinesische
Bio-Markt hat sich im Vergleich zum Vorjahr ein ganzes Stück weiterentwickelt.
Kapitalismus:
Nächstenliebe ist knallharte Pflicht Profitgier beherrscht
die Märkte. Wir erleben, dass eine Ölplattform in der Karibik
explodiert, die gar nicht hätte gebaut werden dürfen. Aber es
lockte der Profit!
Lebensmittel
zum abgewöhnen Warum stellen auf
Lebensmittelmessen auch Pharma- und Chemiekonzerne aus?
Jedes Aroma lässt
sich in den Labors der Chemiegiganten simulieren, daher kommen Lebensmittel
zunehmend aus dem Labor.
Hähnchenfleisch
mit Keimen belastet Es ist nicht nur
eklig, sondern auch gefährlich: In jedem zweiten Hähnchen aus
der Gefriertruhe fand der BUND bei einem Test antibiotikaresistente Keime.
Agrardebatte
"Klima-smarte Landwirtschaft" Als Antwort auf
Ernährungskrise, Hunger und Klimawandel propagieren Institutionen
wie die Weltbank und die FAO eine "Klima-smarte Landwirtschaft".
Gegen
Dioxin auf dem Teller – für Pflicht-Tests Immer wieder landet
giftiges und krebsverdächtiges Dioxin auf unseren Tellern. Vor allem
über belastete Futtermittel gelangt das Gift in die Nahrungskette.
Zitrusfrüchte:
Unbehandelt heißt nicht unbelastet Im konventionellen
Landbau ist es üblich, Zitrusfrüchte schon in der Wachstumsphase
mit Pflanzenschutzmitteln zu spritzen. 16 „unbehandelte“ Zitrusfrüchte
im Test.
Die
Supermarkt-Initiative Die Supermarkt-Initiative
soll mehr Transparenz schaffen. Verbraucher/innen wollen wissen, unter
welchen sozialen und ökologischen Bedingungen die Produkte hergestellt
werden.
China:
Fatale Lust auf Schwein Wachsender Fleischkonsum
zeigt den zunehmenden Wohlstand in China, doch die ländlichen Familienbetriebe
profitieren davon kaum.
Gentechnik
weiter im Visier Der Rosenfelder
Verein Mellifera will sich weiter stark dafür machen, dass Bienen
Pollen sammeln können, ohne dabei gentechnisch verändertes Material
in die Honigproduktion einzuschleppen.
Japan
jagt wieder Wale Obwohl sich die
Walpopulationen noch immer nicht vom Walfang-Boom vergangener Jahre erholt
haben – allein der Bestand antarktischer Blauwale ist nach WWF-Schätzungen
von rund 230.000 Tiere auf wenige tausend Exemplare zusammengebrochen –
ist die japanische Walfangflotte wieder in See gestochen.
WLAN-Strahlen
können Sperma schädigen Die Internet-Strahlung
kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Argentinische Wissenschaftler
haben herausgefunden, dass die WLAN-Strahlung, die von einem mit dem Internet
verbundenen Laptop ausgeht, unfruchtbar machen kann.
Erich
Fromm-Preis 2012 geht an Georg Schramm Georg Schramm lässt
in seinen Bühnenfiguren auf radikale und des-illusionierende Weise
Menschen das aussprechen, was in dieser auf Erfolg und Gewinn setzenden
Gesellschaft nicht zum Vorschein kommen darf.
Buchtipp
Peter Becker: Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne Zugleich ein Beitrag zur Entwicklung des
Energierechts
Der Aufstieg der Stromkonzerne beginnt
mit drei genialen Unternehmern: Werner Siemens, Erfinder des Dynamos, Walter
Rathenau, Gründer der AEG, und Hugo Stinnes, Zechenerbe, der mit einem
genialen Coup das Rheinisch-Westfälische Elektricitätswerk, RWE,
groß machte: Wirtschaftsgeschichte, spannend und farbig erzählt.
Filmtipp
Die Ökonomie des Glücks - The Economics of Happiness „Lokales Wirtschaften ist eine wichtige
Strategie, um unsere Umwelt, unsere Gesellschaft und uns selbst zu einem
besseren Leben zu verhelfen. Entgegen der alten Machtinstitutionen sind
Menschen dabei, eine andere Zukunft zu schmieden.“
Statistik
Deutsche planen Fahrradkauf 9 Prozent der Deutschen planen, in den
nächsten zwölf Monaten ein neues Fahrrad zu kaufen. Dafür
wollen sie durchschnittlich 620 Euro ausgeben.
Was
sich für Verbraucher 2012 ändertBankgeschäfte: Überweisungen werden ab 2012 schneller:
Längstens einen Tag darf es dauern, wenn der Kunde den Auftrag online
erteilt hat.
Energie: Der Wechsel des Strom- oder Gasanbieters
wird vereinfacht. Ab dem 1. April 2010 darf er nur noch maximal drei Wochen
dauern. Die Versorgung durch den neuen Anbieter kann künftig an jedem
beliebigen Werktag beginnen - und nicht mehr erst zum 1. des nächsten
Monats.
Außerdem müssen Stromanbieter
ihre Kunden ab Februar in Rechnungen umfassender informieren und über
ihren Verbrauch aufklären. Dies soll helfen, den eigenen Verbrauch
besser einzuschätzen und zu erkennen, wo es Einsparmöglichkeiten
gibt.
Die Solarförderung wird um weitere
15% gekürzt. Wer ab Januar 2012 eine Solarstromanlage auf dem eigenen
Hausdach installiert, bekommt für jede ins öffentliche Stromnetz
eingespeiste Kilowattstunde nur noch 24,43 Cent vergütet. Bisher waren
es 28,74 Cent.
Lebensmittel: Glutenfreie Lebensmittel müssen ab
1. Januar in der EU einheitlich gekennzeichnet werden. "Glutenfrei" dürfen
sie genannt werden, wenn sie höchstens 20 Milligramm pro Kilogramm
enthalten. Bei maximal 100 Milligramm lautet die Aufschrift "mit sehr niedrigem
Glutengehalt".
Mehr bei
http://www.stern.de/was-sich-fuer-verbraucher-aendert-2012-1764901.html
2012 endet der
Maya Kalender
Mit dem Ende des Maya Kalenders zur Wintersonnenwende
am 21.12.2012 werde die Welt untergehen - so prophezeit ein alter Maya-Kalender.
Dass nun wirklich eine Sintflut oder das Ende aller Zeiten kommt, ist allerdings
reine Spekulation. Der Maya Kalender kündigt lediglich den Wechsel
ins nächste Baktun
an.
So ist nur ein Wandel, der Beginn von
etwas Neuem mit großen Veränderungen zu erwarten, was wir angesichts
unserer globalen Probleme in fast jedem Bereich nur begrüßen
können.
Wie wollen wir künftig zusammen leben?
Wie gehen wir mit unserem Planeten um?
Mehr bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/Apokalypse-2012
Böllern
an Silvester: KANNST DU MICH HÖREN??
Sven, 13 J., Hamburg-Dulsberg: "Nie
hört mir jemand zu. Niemanden interessiert, was ich zu sagen habe.
Silvester habe ich endlich mal die Gelegenheit, Gehör zu finden. Ob
es die anderen nun hören wollen oder nicht. Ist mir doch scheißegal!
An diesem Tag habe ich reichlich Böller, die soviel Krach machen,
dass ich nicht mehr "unerhört" bin."
Karin, 37 J., Graz: "Schon
seit Monaten überlege ich, wie ich den Jahreswechsel gestalten soll.
Am besten in Gesellschaft von vielen Freunden. Nur habe ich keine. Trotzdem.
Die Devise lautet: Bloß nicht allein sein (bleiben). Also hübsche
ich mich so gegen 20.00 auf, ordentlich Make-up, damit niemand sieht, wer
ich wirklich bin. Dann geht's auf ne Party mit so lauter Musik und Besoffenen,
dass ich mich und meine Einsamkeit nicht mehr spüren und hören
muss. Die anderen böllern wie blöde, ich hingegen seh nur so
aus."
Heinz, geschätzte 43 J., Berlin: "Keiner
hat mich lieb. Aber Silvester ist alles anders. Die Leute um mich herum
machen ordentlich Krach und sind alle so anhänglich (so ab 0.30).
Um 0:00 werde ich von sovielen Menschen umarmt, wie im ganzen Jahr zuvor
nicht. Ab und zu verlasse ich die Kneipe, um es auch mal so richtig krachen
zu lassen. Die 150 Euro, die ich dafür bei Penny gelassen habe, sollen
schließlich auch Gehör finden. Die nächsten zwei Wochen
gibt es dafür nur trocken Brot und Wasser.
Von wegen "Brot
statt Böller", "Böller statt Brot", denn heute ist MEIN TAG!!"
Also nochmal: KANNST DU MICH HÖREN??
*Kawummmmmmmmmm!!!*
Am ersten Tag des neuen Jahres ist die
Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so
hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. Die Feinstaubbelastung liegt dann
z.B. in Nürnberg um Mitternacht bei 1012 Mikrogramm/Kubikmeter Luft.
EU-weit gilt der Tageshöchstwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter
Luft.
Mehr bei
http://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/silvester_pm10.pdf
Das Umweltbundesamt (UBA) hat gemeinsam mit
Unternehmen aus der Textil- und Schuhbranche einen Leitfaden zur weltweiten
Verbesserung der Umweltstandards in der Produktion erarbeitet. Denn in
den meisten Ländern, in denen Bekleidung heute größtenteils
hergestellt wird, gelten die EU-weiten Umweltauflagen nicht. "Ob die Dinge,
die wir erarbeitet haben, umgesetzt werden, liegt zwar ganz in der Hand
der Unternehmen", stellt UBA-Mitarbeiterin Brigitte Zietlow fest. Aber
es sei positiv, dass die Unternehmen aktiv werden und ihre Zulieferer informieren.
"Auf diese Weise könnte es gelingen, die EU-weiten Standards zu internationalisieren",
hofft Zietlow.
Mehr bei
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=11187;gartnr=90;bernr=10
Energiesparlampen
erfüllen Erwartungen nicht
Das Verbot von Glühbirnen beruht auf
falschen Annahmen und rudimentären Ökobilanzen. Nun regt sich
Widerstand.
Ab September 2012 gehört die 1878
von Thomas Edison erfundene Glühbirne definitiv zur Geschichte. Jetzt
zeigen Recherchen von Thomas Worm und Claudia Karstedt, dass das Glühlampenverbot
im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments auf der Basis eines
unvollständigen Dossiers gefällt und einseitig von Umweltverbänden
und Industrievertretern abgesegnet wurde. Zwar habe man kurz darüber
diskutiert, die Verordnung dem EU-Parlament zur Debatte vorzulegen, der
Antrag wurde aber deutlich mit 44 zu 14 Stimmen abgelehnt. Vor allem die
Grünen hätten geschlossen «für die Zwangseinführung»
gestimmt.
Schlechte Umweltbilanz von Energiesparlampen:
Für die prognostizierten Stromeinsparungen durch die Umstellung auf
die Sparlampe habe sich der Ausschuss lediglich auf Modellannahmen gestützt.
Es sei kein erhärtetes Datenmaterial aus geeigneten, unabhängig
durchgeführten Messungen miteinbezogen worden. Inzwischen hat die
Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa)
eine Untersuchung durchgeführt und kommt zum Schluss, dass die Herstellung
der Sparlampe bei einer umfassenden Umweltbilanz schlechter abschneidet
als jene der Glühbirne. Viel entscheidender, so die St. Galler Forscher,
sei der Strommix, mit dem Lampen betrieben werden: Eine mit Wasserstrom
betriebene Glühbirne ist beispielsweise umweltfreundlicher als eine
mit dem europäischen Strommix betriebene Sparlampe. Werden beide Lampen
mit dem gleichen Strom betrieben, dann schneide jedoch die Sparlampe deutlich
besser ab, heisst es im Bericht der Empa.
Auch das «80-Prozent-Mantra der
Energieersparnis» beruhe einzig auf einem technisch-physikalischen
Vergleich und nicht auf einer umfassenden Ökobilanz.
Die Schattenseiten der Energiesparlampe:
Wenig CO2-Einsparung, steigender Stromverbrauch durch Rebound-Effekt, gesundheitliche
Belastung durch Blitzlichtgewitter und umweltschädliches Quecksilber.
Neuseeland hat sich nach kurzer Zeit wieder
vom Glühlampenverbot verabschiedet.
Mehr von Michael Breu bei
http://www.tagesanzeiger.ch/-/story/19107585
China bleibt bei
Bio am Ball
Der chinesische Bio-Markt hat sich im Vergleich
zum Vorjahr ein ganzes Stück weiterentwickelt. Das Interesse für
Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik und Naturtextilien in China wächst
ungebremst. Immer mehr Erzeuger versuchen, der stetig zunehmenden Nachfrage
im eigenen Land nachzukommen, Importprodukte gewinnen an Wichtigkeit.
Auf umgerechnet rund 1,55 Mrd. US-Dollar
beziffern die chinesischen Regierungsstatistiken den Wert des Bio-Marktes.
Das ist etwa ein Fünftel des deutschen Marktes, bedeutet aber gleichzeitig
eine Vervierfachung des Umsatzvolumens in China in den vergangenen fünf
Jahren.
Mehr bei
http://www.bionetz.ch/Medienmitteilungen/china-bleibt-bei-bio-am-ball.html
Kapitalismus:
Nächstenliebe ist knallharte Pflicht
Profitgier beherrscht die Märkte. Wir
erleben, dass eine Ölplattform in der Karibik explodiert, die gar
nicht hätte gebaut werden dürfen. Aber es lockte der Profit!
Alle Kraftwerksblöcke in Fukushima
waren für Erdbeben der Stärke 8,4 ausgelegt, 9 plus wäre
aber richtig gewesen. Bei uns sind sieben Kernkraftwerke nicht gesichert
gegen einen Absturz eines vollgetankten Jumbos. Warum? Profit! Profit!
Die Leute fragen sich natürlich: Stehen die globalen Finanzmanager
über der demokratischen Rechtsordnung? Und geht nicht dieser Profit
auf Kosten derer, die ohnehin wenig haben?
Egoismus führt in die (Klima-)Katastrophe:
Barmherzigkeit ist nicht identisch mit
Gerechtigkeit. Der beugen sich die Reichen selten freiwillig. Bei sieben
Milliarden Menschen auf der Erde muss man Nächstenliebe organisieren.
Sonst wird der zivile Widerstand gegen
eine als ungerecht empfundene Politik weiter anwachsen.
Mehr bei
http://www.zeit.de/2011/51/Streitgespraech-Wagenknecht-Geissler/seite-1
Trendforschung:
Generation der Millennials fordert Nachhaltigkeit
Der junge Anthropologe und Trendforscher Rony
Rodrigues weiß etwas Neues zu berichten. "Das Ende des exzessiven
Konsums ist gekommen. Konsumieren ist das neue Cholesterin. Millennials
fühlen sich schuldig, wenn sie gedankenlos konsumieren. Und das, obwohl
sie weitaus mehr Geld zur Verfügung haben als ihre Vorfahren, die
Generation X oder die Baby Boomer."
Die Ergebnisse von Rodrigues’ Studie decken
sich mit einer Entwicklung, die sich seit Längerem in der Modemetropole
Paris beobachten lässt. Dort gehen die Umsätze von H&M schleichend
zurück, in den Louis Vuitton Boutiquen sucht man junge Kunden vergeblich,
und selbst bei den Älteren ist nicht mehr sicher, dass sie den Weg
zur Kasse einschlagen.
Die Generation der Millennials fordert
Nachhaltigkeit, denn sie wachsen mit einem klaren Bewusstsein für
Nachhaltigkeit auf. Diese jungen Menschen, die wütend sind, dass sie
unter den Konsequenzen des uferlosen Konsums ihrer Eltern zu leiden haben
werden, gehen in Zukunft anders einkaufen.
Von Niedrigpreisen lassen sich die Millennials
genau so wenig verführen wie von Luxusversprechen. Sie haben sich
abgewendet vom extremen Individualismus, denken kollektiv und organisieren
sich mit allen zur Verfügung stehenden technischen Mitteln – man denke
nur an den Arabischen Frühling oder die Occupy Wall Street Bewegung.
Es sind neue Möglichkeiten und eine sichere Zukunft, die die Jungen
wollen.
Mehr bei
http://www.zeit.de/lebensart/mode/2011-12/mode-millenials-konsumverhalten
Umwelttechnologie
+ Erneuerbare Energien
Um
das 21. Jahrhundert zu überleben, müssen wir unseren Energieverbrauch
in dem Maße durch Erneuerbare Energien ersetzen, wie er im 19. und
20. Jahrhundert entstanden ist. Wenn wir unsere natürlichen Energien
nicht nutzen, so ist das nur auf einen Intelligenzmangel unserer Spezies
zurückzuführen. Idealtechnologien
nutzen Ressourcen, die unbegrenzt verfügbar sind, bei ihrer Nutzung
nicht verschleißen, die regenerierbar sind und nach deren Nutzung
keine negativen Folgeeffekte auftreten. Umwelttechnologien
sind Zukunftstechnologien.
Erneuerbare Energien sind zwar derzeit
noch etwas teurer als fossile Brennstoffe, haben jedoch keine Folgekosten.
Grüner
Strom ist trotz Förderkosten günstiger für die Volkswirtschaft
als fossiler Strom. Müssten die fossil-nuklearen Energieträger
ihre externen Kosten wie für Schäden an Klima, Umwelt und Gesundheit
einpreisen, wäre die durchschnittliche Kilowattstunde konventionell
erzeugten Stroms mindestens 5 bis 6 Cent teurer!
Bis
Ende des Jahrzehnts werden in Deutschland weit mehr Menschen in der Umwelttechnologie
als in der Automobilindustrie beschäftigt sein.
Die erneuerbaren Energien sind im Jahr
2011 im Erzeugungsmix erstmals an Kernenergie und auch Steinkohle vorbeigezogen
und zum zweitwichtigsten Energieträger bei der Deckung des Strombedarfs
aufgestiegen.
>>>
Atomkraft
wird nur in solchen Ländern betrieben, auf deren Energiemärkten
kein Wettbewerb herrscht und Regierungen großzügige Subventionen
verteilen. Die Subventionen für
Atomkraft seit den 1970er Jahren in Höhe von ca. 500 Milliarden DM
sind übrigens nie diskutiert worden!
Allein
ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien kann bis 2020 mehr
als 50 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Wirtschaft und Verbraucher
geben dann auch 10 Milliarden Euro weniger für Energieimporte aus.
Wenn
alle Standby-Schalter in Deutschland aus wären, würden
wir so viel Strom sparen wie in zwei Kernkraftwerken erzeugt werden.
Zukunftstechnologien
Allein die Sonne könnte
heute die 3,6 fache Menge des weltweiten Bedarfs an Energie decken, der
Wind etwa die Hälfte.
Die Internationale Energieagentur
in Paris (IEA) hat vorgerechnet, dass etwa ein Prozent der Fläche
der Sahara ausreicht, um die ganze Welt mit Solarstrom zu versorgen.
Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom
fast 90% der schädlichen Emissionen. Auch die Meeresenergie wird immer
noch stark unterschätzt.
In einem verschämten
Papier des BMZ ist nachzulesen, dass es Entwicklungen gibt, die eine autarke
Energieversorgung ermöglichen, ohne auf fossile Primärenergie
zurückgreifen zu müssen. Der Hinweis auf die Nichtförderung
dieser Technologien spricht Bände. In Garching werden Milliarden
in die Fusionstechnologie der heißen Art gesteckt – und Entwicklungen,
die von entscheidender Bedeutung sind, werden für den möglichen
Einsatz in Entwicklungsländern und Schwellenländern empfohlen.
Steigende Energiepreise sind
das Ergebnis des übermäßigen Verbrauchs von Ressourcen.
Die Finanzkrise basiert auf immer wieder platzende Blasen und der Verschuldungswirtschaft.
Was die Lawine ermöglicht hat, ist eine auf billigem Öl und Gas
aufgebaute Gesellschaft. Wir brauchen dringend Alternativen, denn unsere
Gesellschaft steht an einem Scheideweg zwischen Leben und Tod –
und höhere Preise für Energie und Ressourcen.
Die Erneuerbaren Energien
bieten diese Lösung an; sie garantieren Preisstabilität und Unabhängigkeit
bis hin zur lokalen Autarkie. Die natürlichen Energiequellen bieten
insgesamt 3078 mal so viel Energie,
wie derzeit weltweit benötigt wird! Wichtig sind jetzt großzügige
Investitionen und auch Subventionen in innovative Umwelttechnologien und
erneuerbare Energieprojekte! Dann kann unser Energiebedarf
sogar schon bis 2020
durch 100% Erneuerbare Energien gedeckt werden. Die fossile Wirtschaft wird
schon in Kürze ohnehin untergehen, gleich wie viel Subventionen auch
fließen mögen.
Durch eine regionale Versorgung
ohne Umweltbelastung durch Gifte, CO2 und Atomstrahlung können genügend
preiswerte Energien erzeugt werden. Wenn Sie daran interessiert sind, sollten
Sie sich der Genossenschaft für
umweltgerechtes Leben anschließen, die als freie Genossenschaft
ganz jenseits der Konzerne agiert.
Studie: Erneuerbare Energien in Harmonie
mit der Natur
Entwicklung von erneuerbaren Energien soll
in Übereinstimmung mit den Zielen der Richtlinie für Biodiversität
erfolgen.
Eine neue Studie der Naturschutzorganisation
BirdLife International mit dem Titel "Meeting Europe's Renewable Energy
Targets in Harmony with Nature" möchte darauf hinweisen, dass der
zukünftige geplante massive Ausbau der erneuerbaren Energien nicht
auf Kosten anderer Naturschutzziele der Europäischen Union gehen darf.
Insbesondere der Schutz der Biodiversität
ist BirdLife ein Anliegen und die StudienautorInnen weisen Wege und Möglichkeiten
auf, wie beide Ziele gemeinsam erreicht werden können. Besonders der
Bau neuer Dämme zur Gewinnung von Wasserkraft wäre eine Gefahr
für die Biodiversität, und auch Biokraftstoffe bergen große
Risiken für die Tierwelt.
Mehr bei
http://www.birdlife.org/governments-must-do-more-for-wildlife-and-climate
Organische
Elektronik
Mehr Licht und Energie aus hauchdünnen
Molekülschichten.
Dresdner Wissenschaftler stellen eine
ganz neue Art von Elektronik vor: Die "organische" Elektronik ist flexibel,
leicht, unzerbrechlich, umweltschonend und mit einfachen Prozessen als
hauchdünne Schicht auf fast jeden beliebigen Untergrund auftragbar.
Damit haben die Wissenschaftler den Deutschen Zukunftspreis 2011 gewonnen.
Da organischen Materialien bei Raumtemperatur
auch auf flexible Gegenstände aufgebracht werden können, bieten
sie ganz neuartige Anwendungsmöglichkeiten.
Wenn man diese Elektronik mit der bekannten
aus anorganischen Halbleitern wie Silizium vergleicht, die in energieaufwändigen
Prozessen bei Temperaturen über 1000 Grad Celsius hergestellt werden
und dann zu kleinen Kristallen geformt werden, so erkennt man die Möglichkeiten
der organischen Elektronik. Als Anwendung denkbar sind neuartige Lichtquellen,
die flächig ein besonders weiches und qualitativ hochwertiges Licht
aussenden, neuartige Solarzellen, die aufgerollt werden können, preisgünstig
sind und ihre zur Herstellung verwendete Energie schon nach kurzer Zeit
eingespielt haben. Dazu kommen noch ganz neue Möglichkeiten, wie in
Kleidung, Etiketten oder Pflaster integrierte elektronische Schaltungen,
die in vielen Anwendungen Lebensqualität und Sicherheit verbessern
können.
Mehr bei
http://zukunftspreis.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,8364777,00.html
Die solare
Revolution
Kleine Solarsysteme könnten elektrische
Energie bis ins letzte Dorf bringen und dem ärmsten Teil der Menschheit
einen gewaltigen Entwicklungsschub geben.
Der rasante Preisverfall der Solarmodule
(-30 bis -40 Prozent allein in den ersten elf Monaten 2011) eröffnet
ganz neue Perspektiven. Auf einmal scheint es möglich, für die
Ärmsten der Armen einen gewaltigen Entwicklungsschritt zu machen.
1,2 Milliarden meist auf dem Land lebende
Menschen sind nicht an das elektrische Netz angeschlossen, rechnet Autor
Carl Pope vor. Diese Menschen müssten rund ein Drittel ihres spärlichen
Einkommens für Kerosin ausgeben, mit dem sie Lampen betreiben. Das
ist unter anderem auch eine sehr gesundheitsschädliche Angelegenheit,
denn die Lampen verpesten die Raumluft.
Nur mit Photovoltaik kommen die gebeutelten
Haushalte wieder ins Lot. Statt die Ölscheichs zu füttern, bleibt
das Geld im Land und erzeugt regionale Wertschöpfung.
Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151163
Solar Bikini
Der
Solar Bikini von Andrew Schneider ermöglicht den Betrieb eines digitalen
MP3-Players oder Handys.
40 dünne Plättchen aus flexiblen
Photovoltaik-Zellen des Solar Bikini und ein USB-Anschluss können
einen MP3-Player oder ein Handy betreiben. Natürlich geht es dabei
auch ums Design.
Mehr bei
http://designenvy.aiga.org/solar-bikini-andrew-schneider
Sonnenpark St.
Alban
Der
Sonnenpark St. Alban der Firma Bio-Solar-Haus GmbH liegt in einem ca. 20.000m²
großen Park mit direkter Sicht auf das Nordpfälzer Bergland
und dem Donnersberg, der höchsten Erhebung der Pfalz.
Der Sonnenpark selbst ist weitestgehend
energieunabhängig. Abwässer sowie ein großer Regenwasserteich
werden über eigene Pflanzenkläranlagen gereinigt. Mehrere große
Photovoltaikstationen ernten zusammen mit den Solaranlagen auf den Dächern
der Häuser genug Energie um die gesamte Siedlung versorgen zu können.
Mehr bei
http://www.musterhaus.net/musterhauspark-sankt-alban.html
Windkraftanlagen
mit eigenem Stromspeicher
25,2 Prozent der Bürger im baden-württembergischen
Gaildorf wünschten am 11. Dezember 2011, dass die Stadt Grundstücke
für ein Pilotprojekt zur Verfügung stellt, bei dem Windenergie
mit Hilfe von Wasserkraft gespeichert werden soll.
In einem bewaldeten Höhenrücken
sollen nun vier Windkraftanlagen mit jeweils 4,5 MW entstehen. Jeder der
vier konisch gebauten Türme soll 40000 Kubikmeter Wasser speichern,
das bei Bedarf über Rohre ins Tal hinabfließen und dort eine
Turbine antreiben soll.
Mehr bei
http://www.solarthemen.de/?p=5418
Windkraftanlagen zeitweise abgeschaltet
Immer mehr Windkraftanlagen in Deutschland
müssen zeitweise abgeschaltet werden, weil die von ihnen produzierte
Energie nicht gespeichert werden kann. Das hat die Bundesregierung auf
eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei berichtet.
Allein 2011 betrugen die nicht eingespeisten
Jahresarbeitsmengen 127 Gigawattstunden. Im Jahr 2009 seien es rund 74
Gigawattstunden gewesen. Zum größten Teil (2010: 99,8 Prozent,
2009: 98,6 Prozent) handelte es sich um Ausfallenergie bei Windkraftanlagen.
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=11200;gartnr=90;bernr=01 http://www.heise.de/tp/blogs/2/150981
Viele Windkraftanlagen werden einfach auch
dann zeitweise abgeschaltet, weil die Netzbetreiber (also die Stromkonzerne)
dann gerade genug Strom selbst produzieren und Angst um einen sinkenden
Strompreis wegen eines Überangebots haben.
>>> In Deutschland werden jährlich
26,6 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert. Der zweitgrößte
Energiekonzern RWE trägt dazu nur gut 2 Prozent bei.
Wenn Sie erneuerbare Energien wollen,
sollten Sie daher schnell den Stromversorger
wechseln.
Ein passendes
Haus zum E-Mobil
In manchen Visionen von Fahrzeugherstellern
wachsen Auto und Haus immer enger zusammen. "Smart Grid", intelligentes
(Strom-)Netz, lautet das Schlagwort, das Ingenieure in Zeiten des Elektroautos
umtreibt. Die Schlüsselkomponenten dabei sind die Akkus der Fahrzeuge,
die nicht nur Energiespeicher für einen lokal emissionsfreien Verkehr,
sondern auch Puffer im Stromnetz sein könnten. Denn in den Batterien
der Fahrzeuge könnte überschüssiger Strom gespeichert und
bei Bedarf wieder abgegeben werden. Eben, wenn die Küche unter Volllast
arbeitet.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,801735,00.html
Elektromobilität
Etwa
ein Viertel aller Treibhausgasemissionen
in der EU entfällt auf den Verkehrssektor. Elektrofahrzeuge bieten
eine große Chance, sich von fossilen Energieträgern im Mobilitätssektor
zu lösen.
Sie können als Stromspeicher für
erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Nur ca. 0,5% des Gesamtstroms
bzw. 160 Windräder reichen für eine Million E-Autos. Die
Ladestationen sollten direkt bei den Wohnhäusern sein. Wichtig ist
auch, dass sich jedes Elektroauto an jeder normalen Steckdose laden lässt!
Elektroautos reichen mit ihren Reichweiten
für den Alltag. Elektroautos reichen mehr als genug für
80% der Tage und für 80% der Bevölkerung im Alltag.
Für die 20% der anderen Tage und für 20% der anderen Personen
gilt es, auch unabhängig vom Elektroauto geeignete Mobilitätskonzepte
zu finden. Die Reichweite ist für den Alltag meistens ausreichend
und sie wird mit dem Fortschritt der Technik noch zunehmen. Verbrennungsfahrzeuge
sind hingegen für den Alltag oft übermotorisiert. Autos werden
im Schnitt maximal drei Stunden pro Tag bewegt, also gibt es genug Zeit
zum Laden der Akkus.
Der Anstieg des Ölpreises wird die
Verkehrsordnung erschüttern. Die meisten Experten sind sich einig:
Wir fahren in Zukunft mit Strom. Laut einer Studie von Bain & Company
wird bis zum Jahr 2020 weltweit die Hälfte aller neu zugelassenen
Pkw einen Elektroantrieb besitzen.
Elektromobilität hilft dabei, nationale
wie internationale Vorgaben bei Emissions-Grenzwerten zu erfüllen.
Dazu tragen technische Vorteile wie der hohe Wirkungsgrad und Energierückgewinnung
(Rekuperation) bei. Vor diesem Hintergrund sind die Umweltvorteile der
Elektromobilität ein wesentlicher Treiber der Elektromobilität
– von CO2-Einsparungszielen gar nicht zu reden. Das E-Auto muss also schon
allein deswegen kommen, damit die wirtschaftliche mit der ökologischen
Entwicklung in Einklang gebracht werden kann. Mit regenerativen Energien
schlägt der Elektromotor jedes Bedarfsmenetekel.
Legislative Handlungen wie die Einführung
emissionsarmer oder -freier Zonen und andere veränderte politische
Rahmenbedingungen können den Ausbau der Elektromobilität beschleunigen,
allen voran Förderprämien beim Kauf von Elektroautos.
Elektroautos vermitteln ein ganz anderes
Fahrgefühl: Elektrofahrzeuge zu fahren macht extremen Spaß.
Man drückt aufs Strompedal und es beschleunigt mit hohem Drehmoment
ohne irgendeine Unterbrechung.
Laut ADAC-Umfrage können sich bereits
74% der Deutschen vorstellen, ein reines Elektroauto zu kaufen. Potenzielle
Käufer wissen jedoch noch zu wenig über die Vorteile der Elektromobilität.
Gerade formieren sich kleine Anbieter,
die mit günstigen Umrüstsätzen dafür sorgen, dass geringere
Preise für Elektroautos schon kurzfristig realisierbar sind.
Die deutschen Autobauer haben diese Autozukunft
jedoch allesamt verschlafen, obwohl hierzulande Werner von Siemens vor
125 Jahren schon weltweit das erste E-Auto gefahren ist. Nun liegt Asien
vorn.
Auf den Automessen stehen die üblichen
Elektro-Prototypen der Autoindustrie, die aber in nächster Zeit (mit
wenigen Ausnahmen) nicht käuflich sein werden – schon gar nicht in
Großserie zu bezahlbaren Preisen. Die Autoindustrie lenkt alle fünf
Jahre mit neuen Heilsversprechen davon ab, dass sie mit ihrem aktuellen
Fahrzeugangebot die EU-Klimaschutzauflagen nicht erfüllt.
Die Neuwagenpreise haben sich seit 1980
verdreifacht. Hersteller nutzten zunehmend Worte wie etwa "umweltfreundlich".
Doch eine echte Innovation fand bislang nicht statt.
Aus einem Leserbrief an den Umweltbrief:
"Ich selbst, ich
kann es bei Ihnen vielleicht einmal loswerden, bin über die Autoindustrie
sehr verärgert, die es m.E. einfach nicht schafft, den CO2-Ausstoß
zu senken. Obwohl ich Autofan bin, finde ich kein Auto mehr, das mich interessieren
könnte!"
Ökolabel für Autos: Jetzt
sollen auch Autos per Buchstabencode und Farbskala benotet werden. Doch
der Plan der Bundesregierung entwickelt sich zu einer umweltpolitischen
Farce: Kleinwagen werden benachteiligt,
Spritschlucker
erhalten Bestnoten, denn schwere Autos dürfen nach Vorstellung
des Wirtschaftsministeriums mehr Kohlendioxid ausstoßen als leichte.
Besser wäre ein Punktesystem mit CO2-Gutscheinen, mit denen Hersteller
die Strafen für ihre Dickschiffe
ausgleichen dürfen. Denn SUVs werfen mehr Gewinn ab als vergleichbare
klassische Personenwagen oder gar Kleinwagen. Wegen fehlender Transparenz
bei den neuen Pkw-Labels zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs hat die
Deutsche Umwelthilfe (DUH) rechtliche Schritte gegen das Bundeswirtschaftsministerium
eingeleitet.
Siehe dazu auch Klimakiller
Dieselmotoren
Das CO2-Label für Pkw ist eine Täuschung
der Verbraucher.
Frankreich macht es besser, denn dort
werden alle Autos nur nach ihrem absoluten Benzinverbrauch und den CO2-Emissionen
klassifiziert – ohne weitere „Hintertürchen“ wie Gewichtsklasse etc.
Die Akkumulatoren der Zukunft sind primär
als Energiezellen eines Elektrofahrzeuges zu betrachten, sekundär
werden sie als Pufferspeicher der Energieerzeuger fungieren.
>>> Das Max-Planck-Institut hat
errechnet, dass 50 Millionen Elektroautos mit je 100 kWh Kapazität
den (nicht nur elektrischen!) Primärenergiebedarf von ganz Deutschland
für einen halben Tag speichern könnten. http://213.133.109.5/wb/pages/elektromobilitaet.tv.php
Das Elektroauto muss nicht zu 100% alle
Personenwagen mit Verbrennungsmotor ersetzen, um als erfolgreiche
Alternative wahrgenommen zu werden. An Elektromobilität führt
mittelfristig kein Weg vorbei. Dabei ist ein elektrischer LKW genauso interessant
wie das Elektro-Fahrrad. Elektromobilität darf jedoch nicht als Feigenblatt
dienen, sondern ein wirklicher Umbau des Verkehrssektors ist wichtig –
ohne Atom- und Kohlekraft, aber mit Erneuerbaren Energien. Versäumen
die Autohersteller, die Stromversorgung nachhaltiger zu gestalten, könnten
Umweltverbände künftig allzu leicht Boykotte lostreten.
Zu einer zukunftsfähigen E-Mobilität
gehören allerdings nicht nur Autos, sondern auch Elektro-Eisenbahnen,
Elektro-Fahrräder, E-Motorräder, E-Motorroller und E-Busse.
Die Zukunft fährt erneuerbar
oder gar nicht.
"The biggest game-changer
will be electric vehicles." Bill Ford (Ford
Motor Company, April 2010)
Umweltschützer,
Zukunftsforscher und Politiker sind sich schon lange einig: Der Elektromotor
wird das Automobil der Zukunft antreiben.
Wer 2020 kein Elektroauto fährt,
wird sich das Autofahren nicht mehr leisten können, denn schon in
wenigen Jahren wird der Sprit für Normalbürger/innen unbezahlbar
werden.
Elektroautos: Fürchtet euch nicht!
Alle 50 Kilometer muss getankt werden, sonst
bleibt der Wagen stehen. Das ist ein Alptraum für Autofahrer - und
eines von vielen Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Eine neue Studie
beweist: alles Unfug!
Da Irrationalität die größte
Hürde auf dem Weg zur Elektromobilität ist, hat Autozulieferer
Continental eine Studie in Auftrag gegeben, die mit der Unvernunft aufräumen
soll.
Rund 90% der Pkw in privaten Haushalten
in Deutschland legen weniger als 100 Kilometer am Tag zurück
- eine Distanz, die selbst für die aktuelle E-Mobile-Generation problemlos
zu bewältigen wäre. Knapp 28% der Autos fahren sogar nur zwischen
10 und 25 Kilometer am Tag. Gleichzeitig stört es 72% der in Deutschland
befragten Menschen, wenn sie ihren Wagen alle 150 Kilometer an die Steckdose
hängen müssten.
Rationale Argumente dafür gibt es
kaum. Laut der Studie stehen deutsche Autos meist nutzlos rum; tagsüber
etwa durchschnittlich drei Stunden zu Hause (40 Prozent) oder im Schnitt
sieben Stunden am Arbeitsplatz (14 Prozent). Dabei wäre die Energieversorgung
zumindest am Wohnort oft unproblematisch. Schließlich geben 51 Prozent
der Studienteilnehmer an, daheim über einen Stellplatz mit Stromanschluss
zu verfügen. Und da steht der Wagen dann auch oft in der Nacht.
Fakt ist: Eine der beiden großen
Barrieren für den Durchbruch der Elektromobilität existiert allein
im Kopf der Kunden. Eine andere lässt sich leider nicht wegdiskutieren
- die Kosten. Wenn sich die Elektromobilität durchsetzen soll, müssen
also Ängste beseitigt und Anreize geschaffen werden - in erster Linie
von der Politik.
Mehr von Roman Büttner bei
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,806020,00.html
Elektro-Smart
oder IQ Electric?
Der
Smart Fortwo Electric Drive soll ab 2012 in Großserie gehen. Daimler
verschiebt den Start seines geplanten Elektro-Smarts um drei Monate. Statt
ab Juni soll der E-Smart erst von September 2012 an für die Kunden
zu haben sein. Grund sind Verzögerungen beim Batteriezellen-Hersteller.
Mit den Batterien selbst gebe es keine Probleme, betonte die Sprecherin.
Doch wir haben anderes gehört.
„Wir hatten bereits bei der Erfindung
des Automobils die Nase vorn, das wird uns im Wettbewerb der Elektrofahrzeuge
ebenfalls gelingen“, sagte Daimler-Chef Zetsche selbstbewusst bei der E-Smart-Premiere
in Berlin. Doch dem scheint nicht so zu sein. Insider, die den Elektro-Smart
über den letzten Winter zur Probe gefahren haben, hatten bei Kälte
Probleme mit den Batterien, die dann keineswegs mehr die versprochene Leistung
erbrachten. Der E-Smart soll eine Reichweite von mehr als 140 Kilometern
und eine Höchstgeschwindigkeit von über 120 Stundenkilometern
haben, was jedoch bei Kälte offensichtlich nicht gegeben ist.
Kooperationspartner von Daimler beim Smart
ist der Energieversorger RWE, der sein Geld vorwiegend mit Atom- und Kohlestrom
macht.
Der E-Smart kann jetzt bestellt werden,
ausgeliefert wird er laut ADAC Motorwelt 1/2012 allerdings erst Ende 2012
zum Preis von 24.000 Euro (bzw. 19.000 Euro plus 69 Euro monatlicher Leasinggebühr).
Mehr bei
http://www.handelsblatt.com/verkauf-von-e-smart-startet-spaeter/5975830.html
Es
könnte also durchaus empfehlenswert sein, auf den Toyota IQ Electric
zu warten, der schon wenig später auf den Markt kommt und als 2+2-Sitzer
(kleinster Viersitzer der Welt) sicher das bessere Stadtauto ist. Zudem
liegt Toyota schon allein wegen seiner großen Erfahrung mit der Hybridtechnologie
bei Akkus und Batterie-Management-Systemen klar vorn.
Mehr bei
http://www.youtube.com/watch?v=mm_BmTTzb6A http://www.tuningblog.net/2009/neuer-toyota-iq.html
Detroit:
Umbruch in US-Autoindustrie
Der klassische V8-Motor - als Small Block
das wohl meistgebaute Aggregat des Planeten - ist in keinem einzigen neuen
Auto der großen US-Hersteller mehr zu finden. Hybrid- und Elektroautos
sind angesagt.
Ford hat eine regelrechte Spritsparschlacht
unter den US-Marken ausgelöst. Mit Umweltschutz oder der Sorge ums
Weltklima hat das jedoch nichts zu tun. Die Politik forciert den Bau sparsamerer
Autos, um Amerikas Abhängigkeit von Rohölimporten zu senken.
Diesel, Diesel, Diesel: Jahrelang versuchten
deutsche Hersteller, den Amerikanern den Dieselantrieb als Spritsparmaßnahme
anzudrehen - ohne Erfolg, die US-Kunden kauften stattdessen Hybridautos.
Außerdem haben sich die US-Hersteller
klammheimlich einen deutlichen Vorsprung im Hybrid-Segment erarbeitet,
ohne darum jedoch viel Wirbel zu machen: Mittelklasse-Hybridautos, die
Mercedes, BMW, VW oder Audi erst allmählich zu den Händlern bringen,
kann man von Chevrolet oder Ford schon seit Jahren kaufen.
>>> Auch beim Thema Elektromobilität
sind die Amerikaner einen Schritt weiter als die Europäer. Akkupionier
Tesla zeigt in Detroit mit dem Model S bereits
das zweite E-Modell, ein paar Stände weiter gibt es mit Coda
für 45.000 Dollar eine zweite, rein elektrische US-Marke. Bei Ford
parkt der zum Elektroauto umgerüstete Focus auf dem Messestand, und
der Chevrolet Volt steht so selbstverständlich auf der GM-Bühne
wie bei VW auf der IAA ein Golf Blue Motion. Kein Wunder: Allein die US-Dezember-Verkäufe
des Elektroautos Volt sind höher als die gesamten deutschen Elektro-Zulassungen
im vergangenen Jahr.
GM hat das Feuerproblem bei seinem Zukunftsmodell
Volt unter Kontrolle. Man hätte ja auch nur die Akkus nach dem Crash
entladen müssen.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,808242,00.html
Tata Emo
Ein
ultrakompaktes Elektroauto mit Portaltüren hat die amerikanische Forschungsabteilung
des indischen Konzerns Tata Motors jetzt auf der Autoshow in Detroit vorgestellt.
Das Modell Emo bietet vier Sitzplätze und vier Türen, aber keine
Heckklappe. Das spart Gewicht und macht den Wagen trotz der großen
seitlichen Öffnungen ausreichend stabil und verwindungssteif. Das
Ziel dieser Machbarkeitsstudie war es, so sagen die Entwickler, ein möglichst
billiges Elektroauto zu bauen. Würde der Tata Emo in Serie gefertigt
werden, kostete er rund 20.000 Euro.
Neu ist auch das Karosseriekonzept. Ein
herkömmlicher Stahlrahmen ist mit Polymer-Panelen beplankt. Diese
Kunststoffteile sind komplett durchgefärbt, so dass eine Lackierung
der Karosserie entfällt. Doch es ist leider wieder nur ein Prototyp.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-77143.html
Wasserstoff
und Brennstoffzellen
Daimler setzt bei elektromotorischen Automobilantrieben
jetzt voll auf Wasserstoff und Brennstoffzellen. Diese Technologie hat
bislang den Vorteil einer höheren Fahrtreichweite gegenüber Elektroautos
mit reinem Batteriebetrieb.
Doch das Wasserstoff-Brennstoffzellenauto
ist sicher nicht der Königsweg, auch wenn sich Daimler-Chef Zetsche
verstärkt dafür einsetzt. So ist die Darstellung, dass wasserstoffbetriebene
Brennstoffzellen-Antriebe "vollkommen (CO2-)abgasfrei" seien und außerdem
"einen hohen Wirkungsgrad" hätten, technisch-physikalisch vollkommen
falsch. Denn der für die Brennstoffzelle nötige Wasserstoff muss
nämlich - jedenfalls wenn er in größeren Mengen benötigt
wird - großtechnisch in einer Elektrolyse hergestellt werden. Dazu
wird elektrischer Strom benötigt. Nicht Wasserstoff, sondern Elektrizität
ist also die eigentliche PRIMÄRENERGIE beim Brennstoffzellen-Elektroauto.
Die Herstellung des Wasserstoffes mit fossilem Strom verursacht CO2-Emissionen
im Kraftwerk bei der Stromherstellung und somit auch indirekt bei der Wasserstoffherstellung.
Solange der Strom, aus dem der Wasserstoff
gewonnen wird, nicht zu 100% aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, ist
das Brennstoffzellenfahrzeug also keineswegs CO2-emissionsfrei. Ganz im
Gegenteil, es schneidet wegen der Energieverluste bei der H2-Herstellung
und Rückumwandlung von H2 in Strom um ca. Faktor 10 schlechter ab
als das Batterie-Elektroauto. Der gravierende Nachteil der Brennstoffzellen-Fahrzeuge
ist eine um mehrere hundert Prozent höhere Belastung der Umwelt mit
CO2!
Problematisch sind
der Energieaufwand für Wasserstoff-Tiefkühlung
zur Verflüssigung oder bei Kompression, Herstellung und Lagerung in
H2-Tankstellen,
der Energieaufwand für Transport des
Wasserstoffes zu den Tankstellen mit Verbrennungsmotor-LKWs,
die Wasserstoffverluste durch Diffusion bei
den H2-Tanks in Autos und Tankstellen (H2-Tanks entleeren sich nach kurzer
Zeit von selbst),
der Umgang mit einer hochexlosiven Flüssigkeit,
die permanent auf Minus 360 Grad gekühlt werden muss und keinerlei
technische Defekte verzeiht,
die indirekten CO2-Emissionen für die
Herstellung und Errichtung von mindestens 1000 H2-Tankstellen, die mit
den zitierten Kosten von "mindestens" 1,7 Milliarden Euro extrem niedrig
angesetzt sind sowie
weite Entfernungen, um Wasserstoff zu tanken,
wenn man nicht in einer Großstadt wohnt?
Die weit effektivere und im Wirkungsgrad weit
überlegene Alternative ist also der batterieelektrische Antrieb in
reinen E-Fahrzeugen.
Die Kosten für diesen Irrweg von
Daimler zahlt jedoch nicht Daimler, sondern vor allem der deutsche Steuerzahler
für letztlich nutzlose Milliarden-Subventionen, die die Brennstoffzellenforschung
von Daimler nun schon seit fast 20 Jahren erhält.
Unfallgefahr:
US-Behörde fordert absolutes Handyverbot am Steuer
Droht dem Handy die Verbannung aus dem Auto?
Wenn es nach der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB geht,
auf jeden Fall. Deren Sicherheitsexperten haben Studien ausgewertet. Ergebnis:
Die Unfallgefahr steigt während eines Telefonats rapide – mit oder
ohne Freisprecheinrichtung.
Nicht allein die fehlende Hand am Lenkrad
macht das Risiko aus, sondern die fehlende Konzentration aufs Fahren!
"Es gibt zahlreiche Belege, dass Telefongespräche
– ob mit Hörer in der Hand oder mit freien Händen – das Fahren
beeinträchtigen und das Risiko für einen Unfall erhöhen",
erklärt Anne McCartt vom unabhängigen Verkehrsforschungsinstitut
IIHS in Arlington im Staat Virginia. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass
freies Telefonieren weniger gefährlich sei als das Telefon am Ohr.
Die Fahrer spürten allerdings nicht, welche Kräfte die Unterhaltung
binde.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,803998,00.html
Fußgänger-Lobby
für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit
Nachdem im letzten Jahr die Unfälle mit
Personenschäden
bundesweit und auch in den meisten Städten
deutlich zurückgingen und
dies als Erfolg der Verkehrssicherheitsarbeit
dargestellt wurde,
wird das Jahr 2011 leider wieder mit einer
erheblich höheren Anzahl
auch tödlich verunglückter Fußgänger
abschließen. Für 2011
prognostiziert das Statistische Bundesamt
im Vergleich zum Vorjahr
einen Anstieg der tödlich verunglückten
Fußgänger um knapp 25%.
Nach Auffassung von FUSS e.V. sind Fußgängerunfälle
nur zu
reduzieren, wenn im Stadtverkehr die Kraftfahrzeuge
eine der
Situation angemessene Geschwindigkeit
einhalten. Dafür müsse die
Regelgeschwindigkeit innerorts auf Tempo
30 (mit Ausnahmen)
harmonisiert werden.
Dies hatte schon im letzten Jahr der Wissenschaftliche
Beirat beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung in aller
Deutlichkeit empfohlen, "Tempo 30 als
innerstädtische
Regelgeschwindigkeit anzustreben ... und
umzusetzen."
Nach Ansicht der Fußgänger-Lobby
sind derzeit keine Ansätze
erkennbar, die dazu führen könnten,
die Fußgängerunfälle in einem
nennenswerten Maße zu reduzieren.
http://www.fuss-ev.de/Zunahme-derFussgaengerunfaelle.html
E-Motorrad
Brammo Enertia mit Recycling-Komponenten
Das
Herz der Brammo Enertia ist ein bürstenloser Permanentmagnet-Wechselstrommotor,
der 18 PS bei einem maximalen Drehmoment von 40 Newtonmetern liefert. Die
Höchstgeschwindigkeit liegt bei 95 km/h, die maximale Reichweite bei
60 bis 70 Kilometern.
Ein wartungsfreier Lithium-Eisenphosphat-Akku
der Marke Valence liefert die Energie für den Antrieb; zur vollen
Aufladung des Akkus benötigt das Brammo Bike etwa vier Stunden Ladezeit
am Haushaltsstrom.
Mehr bei
http://www.emissionslos.com/motorrad/938-brammo-enertia-2010.html
Deutsche
Autofahrer würden ein Elektroauto kaufen, wenn...
Die deutschen Autofahrer würden laut
Umfrage ein Elektroauto kaufen,
- wenn die Elektroautos billiger in der
Anschaffung wären (89%);
- wenn der Ladestrom aus erneuerbaren
Energien stammt (80%);
- wenn die Fahrzeuge schöner und
komfortabler wären;
- wenn es Sonderrechte für Elektroautos
gibt.
Quelle: ADAC Motorwelt 9/2011, Seite 18
Plattform
Elektromobilität: Selbstbedienungsladen der Konzerne
WWF bezeichnet Nationale Plattform Elektromobilität
als Farce.
Der WWF hat den Bericht der Nationalen
Plattform Elektromobilität (NPE) als Farce bezeichnet. Im wesentlichen
habe die in dem Gremium dominierende Industrie ihn benutzt, um sich ihren
Subventionsbedarf selbst zu errechnen. Die Industrieförderung wird
auf 1 Mrd. Euro, insbesondere für die Batterieforschung, verdoppelt.
In den verschiedenen Arbeitsgruppen der
NPE stehen 3 Vertreter von Umwelt- und Verbraucherorganisationen 17 Vertretern
aus Industrie, Politik und Gewerkschaft gegenüber.
Der WWF kritisierte, dass die Berechnungsgrundlagen,
obwohl mehrfach eingefordert, von der Industrie nie vorgelegt wurden. Auch
sei der abschließende Redaktionsprozess des Berichts in weiten Teilen
intransparent gewesen. "Wir haben immer wieder wichtige Punkte eingebracht,
die dann aus dem Bericht wieder gestrichen wurden, ohne uns darüber
zu informieren." Beispielsweise habe der WWF gefordert, dass jeder Stromanbieter
zu den öffentlich geförderten Ladesäulen Zugang bekommen
müsse, um Monopole zu vermeiden, dies sei im Bericht gestrichen worden.
Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/2/149851
Der
Elektroauto-Schwindel
Die Autoindustrie will Elektroautos nur bauen,
um die Umweltbelastung ihrer herkömmlichen Fahrzeuge schön zu
rechnen. 2012 sollte diese Regelung eigentlich auslaufen, wurde aber auf
2015 verlängert. Doch beim Elektro-Gipfel in Berlin hat die Regierung
Merkel der Industrie schriftlich zugesagt, sich für eine weitere Verlängerung
einzusetzen. Im zuständigen Umweltministerium heißt es dazu:
Auf längere Sicht biete die Elektromobilität großes Potential
zur CO2-Einsparung.
Zitat: "Deshalb
ist eine befristete Mehrfachanrechnung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb
… als Innovationsanreiz für die Hersteller gerechtfertigt."
Die Regierung will, dass alles bleibt
wie bisher. VW, BMW und Mercedes sollen große Wagen bauen. RWE, Vattenfall
und Eon sollen den Strom liefern, den diese Autos brauchen. Es sollen Starkstromzapfsäulen
her. Deshalb sind die Energiekonzerne an den Elektromodellprojekten beteiligt,
die die Elektrooffensive fördert. Ein gutes Geschäft.
Doch zusätzlichen Ökostrom –
extra fürs Elektroauto – wollen die Energiekonzerne nicht produzieren.
Mit seiner Kampagne "Hamburg tankt grünen Strom" täuscht Vattenfall
die Verbraucher. Dies ist nichts als Greenwashing,
denn über 90% des Hamburger Vattenfall-Stroms kommen aus der Verbrennung
von Kohle.
Wer so denkt und handelt und dazu auf die
zusätzliche Produktion von Ökostrom verzichtet, wird sich gewaltig
verrechnen – beim CO2-Ausstoß und bei den künftigen Energiepreisen.
"E.ON setzt auf
Erhalt und Ausbau der fossilen Stromerzeugung und blockiert so die dringend
notwendige Umorientierung der Energiebranche hin zu mehr Klimafreundlichkeit",
erklärt Ann-Kathrin Schneider, Klimaexpertin bei Oxfam.
Aber warum sollten die großen privaten
Energiekonzerne – E.on, Vattenfall, RWE und EnBW – bei steigenden Preisen
massiv in erneuerbare Energien investieren? Warum sollte ein Konzern auf
eigene Rechnung neue Technologien erforschen?
Bolivien hat inzwischen seine Stromkonzerne
verstaatlicht. Die Grundversorgung, so Präsident Morales, dürfe
nicht in der Hand der Privatwirtschaft liegen. Auch Berlin und Hamburg
wollen die eigene
Energieversorgung wieder selbst gestalten.
Das Elektroauto macht nur Sinn mit zusätzlich
erzeugtem Ökostrom! Wichtig ist auch, dass nicht die Energiekonzerne
den entscheidenden Einfluss auf den Aufbau der Infrastruktur zur Betankung
der Elektroautomobile haben, sondern dass vor allem die Ökostrom-Anbieter
die Chance zur Einspeisung bekommen.
"Die Stellungnahme
der Umweltverbände gegen die Elektromobilisierung ist unverständlich,
kurzsichtig und widersprüchlich", sagte Dr. Hermann Scheer,
Präsident von EUROSOLAR, zu recht. Um die Verbindung mit erneuerbaren
Energien herzustellen, sollten die Automobilhersteller laut Eurosolar verpflichtet
werden, eigene Anlagen zu errichten oder Verträge mit Anlagenbetreibern
für Neuinvestitionen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
abzuschließen, jeweils in der Größenordnung der von ihnen
produzierten Elektromobilflotte.
Mehr
Tempo für Elektromobilität 10
Halbwahrheiten zur Elektromobilität
Das
Auto - der mobile Leerlauf?
Meistens steht es. Und wenn
es fährt, dann mit energetisch miserablem Wirkungsgrad. Als
Verkehrsmittel ist das traditionelle Auto höchst unproduktiv. Rund
30% aller CO2-Emissionen in der Schweiz stammen heute von Personenwagen.
Sieben Achtel des Treibstoffs
werden für Leerlauf, Kraftübertragung und die Reifen eingesetzt.
Nur ein Achtel erreicht die Räder, die das Auto bewegen. Von der eingesetzten
Primärenergie in Form von Erdöl (oder Erdgas) wandelt ein Automotor
bei voller Beschleunigung 35%, bei durchschnittlicher Fahrt aber nur 15%
in Antriebskraft um.
Anders das Elektroauto:
Seine Energieeffizient ist bis zu viermal höher und es kann CO2-frei
mit Ökostrom
betrieben werden: Keine Verbrennungsmaschine,
die jemals erdacht wurde, arbeitet auch nur annähernd so effizient
wie ein Elektroantrieb. Selbst moderne Dieselmotoren setzen nur gut ein
Drittel der Kraftstoffenergie in Vortrieb um. Der Stromantrieb dagegen
folgt den Gesetzen des Elektromagnetismus - mit einem Wirkungsgrad von
über 90%. Selbst Kraftwerke (z.B. Erdgaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung)
arbeiten dreifach effizienter als Kolbenmotoren. Elektromobilität
ist die mit Abstand energieeffizienteste Form der Fortbewegung - auch im
Individualverkehr. Und eine Fahrtstrecke von 100 km würde im Elektro-Betrieb
auch nur ca. 2,50 Euro an Ökostrom kosten! Ein Verbrennungsantrieb besteht aus 1400
Teilen, ein Elektroantrieb nur aus 210.
Doch die (ver)zögernden Aktivitäten
der Autokonzerne bezüglich des Elektroautos dienen momentan vor allem
dazu, von ihrer völlig verfehlten Modellpolitik abzulenken, ihr Image
aufzubessern und Aktivität zu signalisieren.
Die
Geschichte des Elektrofahrzeugs
Lohner-Porsche Elektromobil mit Radnabenmotoren (1899)
Elektrofahrzeuge sind keine
Erfindung unserer Zeit, sie gibt es etwa genauso lange, wie Fahrzeuge mit
Benzinmotoren. Während der aufkommenden Motorisierung gegen Ende des
19. und zu Beginn der 20. Jahrhunderts war keineswegs klar war, dass der
Verbrennungsmotor der sich durchsetzende Antrieb sein würde. Elektrofahrzeuge
gab es bereits damals und sie waren Mangels des leicht entzündlichen
Benzins weniger gefährlich und Dank der simplen Elektromotoren leichter
zu fahren.
Der Franzose Gustav Trouvé
erfand schon 1881 das erste Elektrovehikel mit Blei-Akku. Als 1885 Carl
Benz seine dreirädrige Motorkutsche vorstellte und Gottlieb Daimler
unabhängig davon 1886 seine vierrädrige, waren in Paris schon
seit 1881 elektrisch betriebene Wagen unterwegs. Es waren die ersten
Fahrzeuge zu dieser Zeit, die schneller als 100 km/h fahren konnten.
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bildeten in den USA die Benzinautos
mit 22% die Minderheit – Elektromobile hatten 38% und Dampfmaschinen 40%
Anteil an den Straßenfahrzeugen. Dank der Öl-Lobby haben sich
dann die Verhältnisse zu Gunsten des Otto-Motors radikal verändert.
Verbrennungsmotoren haben jedoch einen schlechten Wirkungsgrad von nur
30-35% und es enstehen gerade auf kurzen Strecken erhebliche Mengen an
Feinstaub. Elektroautos haben eine deutlich höhere Energieeffizienz
("Wirkungsgrad") und produzieren keinerlei Abgase, sind mit Ökostrom
betrieben Null-Emissions-Fahrzeuge und helfen somit wirkungsvoll, die CO2-
und Feinstaubproblematik zu verringern.
Die frühere Berliner
Großbäckerei Wittler Brot hatte mehrere Elektrofahrzeuge im
Fuhrpark und lieferte damit ihre Backwaren aus. Bis in die 1970er Jahre
konnte man diese Elektro-LKW auf den Straßen Ost-Berlins sehen.
Elektroautos verringern
die Belastung von Städten und Ballungsräumen mit Schadstoffen,
Feinstaub und Lärm und steigern damit die Lebensqualität der
Menschen. Und die Batterien geparkter Elektrofahrzeuge können zudem
in das Stromnetz eingebunden werden und so als Pufferspeicher für
die schwankenden Energieeinträge aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken
dienen.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-48406.html
Nach
dem Elektro-Roadster Tesla kommt jetzt der Tesla S. Das viertürige
Model S trägt eine coupéartige Dachlinie, die in ein hoch abschließendes
Fließheck ausläuft. Das schafft Platz für zwei zusätzliche
Sitzplätze, die neben den fünf Passagieren in den ersten beiden
Reihen zwei Kinder aufnehmen können sollen. Werden diese Sitze in
den Boden gefaltet, so entsteht ein großzügiger Laderaum. Ein
weiterer Stauraum steht unter der Fronthaube des Siebensitzers zur Verfügung.
Der Tesla S verfügt über
- 250 bis 480 Kilometer Reichweite - 45 Minuten Schnell-Ladeeinrichtung - 200 km/h Höchstgeschwindigkeit - Beschleunigung 0-100 Km in 5-6 Sekunden - 7 Sitze - 17 Zoll Infotainment touchscreen
u.v.m.
Tesla Roadster: Wir haben ihn gefahren.
Er beschleunigt wie ein Flugzeug, nur lautlos. Fahrspaß pur. 100
km kosten nur 5,50 Euro Ökostrom.
Umwelt
und Finanzen
Die Spur des Geldes: Wir leben in einer
Blase der Euphorie
In regelmäßigen Abständen
rufen Banker, Gelehrte und Europa-Politiker das Ende der Krise aus. Das
ist furchtbar naiv! Auch wenn es Deutschland derzeit gutgeht: Europa steht
noch immer am Abgrund. Dutzende EU-Gipfel und hyperaktive Politik-Shows
haben daran nichts geändert.
Statt vom Ende der Krise zu reden, könnte
man die aktuelle Lage eher so beschreiben: Der Untergang wurde gerade noch
mal abgewendet - dank der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hat
Europas Banken gerade gut eine halbe Billion Euro geliehen - und damit
eine Liquiditätskrise gestoppt. Mit Liquidiätsmaßnahmen
gewinnt man Zeit, löst aber keine Krisen. Börsianer wissen das,
deshalb gab es auch nicht, wie sonst üblich, ein sattes Kursplus zum
Jahresende.
Eine Banklizenz müsste man haben.
Es wäre die Lizenz zum Geld drucken. Die Banken können sich –
der Europäischen Zentralbank (EZB) sei Dank – fast zum Nulltarif Geld
leihen. Insgesamt stellt die EZB fast eine halbe Billion Euro für
die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Dieses Geld parken die Institute
entweder gleich wieder bei der EZB. Oder sie kaufen Papiere am Geldmarkt
ein – für deutlich höhere Zinsen. Fast umsonst leihen, für
3,25 Prozent anlegen – keine schlechte Marge.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,805866,00.html http://www.handelsblatt.com/der-wahre-test-steht-italien-noch-bevor/1752.html http://www.youtube.com/watch?v=e8cyVVlhNwE
Überschuldete Welt: Zerschlagt das
Finanzkartell
Die Finanzkrise bedroht unsere Demokratie.
Wie kann die Politik die Hoheit zurückgewinnen? Vorbild könnte
der Kampf der USA gegen die Herrschaft der Ölbarone im 19. Jahrhundert
sein.
Neben der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise
entwickelt sich auch eine Sinnkrise – vor allem eine Vertrauenskrise in
die demokratischen Institutionen der Gesellschaft. Sie könnten der
große Verlierer sein im Wettbewerb gegenüber radikalkapitalistischen
oder gesteuerten kapitalistischen Systemen.
In Deutschland sicherte im Jahr 1897 das
Reichsgericht mit seiner Entscheidung zum sächsischen Holzstoffkartell
die Kartellverträge rechtlich ab, sah es doch im privatrechtlichen
Bereich einen Vorrang des Vertragsrechts vor der Wettbewerbsfreiheit. Dadurch
entwickelte sich Deutschland zum klassischen Kartellland. Heute leben wir,
bezogen auf die systemische Finanzindustrie, in einer unangreifbaren Kartellwelt.
Systemisch bedeutet hier folgende Situation: Ökonomisch hängt
alles mit allem zusammen, sodass politische Eingriffe in bestehende Strukturen
unabsehbare Folgen haben. Oder es gibt seitens der "Systemträger"
glaubhafte Drohungen, die sie verhindern: Früher war das eine unsichere
Energieversorgung, heute ist es eine Kreditklemme. Immer wieder wird vor
dem Abwandern von Schlüsselindustrien und Arbeitsplätzen gewarnt.
Die Ohnmacht demokratischer Institutionen,
mit der Krise umzugehen, gibt eine scheinbare Alternativlosigkeit vor.
Märkte werden als unbeeinflussbare Entscheider vergöttert: Erst
haben sie alles finanziert, nun sind sie Ursache für eine fast unabänderliche
Schuldenknechtschaft einzelner Länder. Was kann man da tun, um Demokratie
und Ordnungsökonomik zu retten?
Mehr von Ulrich Blum bei
http://www.ftd.de/ueberschuldete-welt-zerschlagt-das-finanzkartell/60150.html
Nach einem Jahrzehnt des Laisser-faire
für die Finanzindustrie mussten sechs europäische Staaten sowie
die USA mehr als 1.000 Milliarden Dollar, Euro und Pfund aus Steuergeld
aufwenden, um eine globale Massenpleite im Geldgewerbe zu verhindern. Nach
der Lehman-Pleite vor drei Jahren sollte die Finanzwelt umgebaut werden.
Doch bis jetzt ist keines der Ziele verwirklicht worden.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-01/das-grosse-kraeftemessen
Das globale Finanzsystem, das System
der Banken, ist am Ende. Wenn also die Banken in diesem Ausmaß
von den Steuerzahlern unterstützt werden sollen, müssen diese
Banken auch zu diesem entsprechenden Anteil verstaatlicht werden. Sollten die Banken ihre selbstgemachte
Krise auch diesmal wieder dazu nutzen können, die Staaten in noch
mehr Schulden zu stürzen, wird es durch die dadurch zu erwartenden
staatlichen Sparmaßnahmen zu weltweiten Aufständen oder gar
Revolutionen kommen. Irgendwann werden die Massen nicht mehr zu bremsen
sein und die Reichen werden alles verlieren.
Was machen die Börsen?
Bursa heißt ursprünglich Geldbeutel.
Ursprünglich waren Börsen ein
Treffpunkt von Kaufleuten. Später wurden sie zu Zentren des Weltpapierhandels.
Heute bilden sie auf unserem Planeten die Schaltstelle aller Geldwerte
und Waren.
In dem Moment jedoch, in dem der Handelsgegenstand
nicht mehr greifbar ist, sondern nur noch in Form von Wertpapieren (virtuell)
verbrieft wird, ist die Schwelle überschritten.
Mehr bei
http://www.dctp.tv/#/kapitalismus/theorie_boerse_boschan_kaufen-und-verkaufen
Finanzkriegsfront:
Weshalb Island aus den Nachrichten verschwand
Man erinnere sich, dass zu Beginn der Finanzkrise
im Jahre 2008 Island ganz schnell zum Bankrottfall erklärt wurde.
Die Gründe hierfür fanden nur beiläufige Erwähnung,
und seitdem ist dieser kleine Staat wieder in Vergessenheit geraten.
Nachdem nun ein EU-Land nach dem anderen
auf die Zahlungsunfähigkeit zusteuert, und damit seine Bonität
riskiert, wodurch der Euro mit immer stärkeren Trudelbewegungen auch
die Weltwirtschaft erschüttern lässt, wird klar, das die führenden
Köpfe dieser chaotischen Lage kein Interesse daran haben, die Entwicklungem
in Island als gutes Beispiel an die große Glocke zu hängen.
Mehr bei
http://www.politaia.org/finanzterror/neues-von-der-finanzkriegsfront-island
Stoppt
die Nahrungsmittelspekulation!
Die Anzahl der Menschen, die verhungern, in
den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Doch ungeniert bewirbt die Deutsche
Bank im Internet weiterhin "die Vorteile, die sich daraus ergeben, wenn
man einem existierenden Portfolio Rohstoffe hinzufügt". Etwa "um von
dem rapiden Anstieg der Getreidepreise (...) zu profitieren".
Machen Sie Schluss mit der unmoralischen
Spekulation
mit Nahrungsmitteln! >>>
Schreiben Sie jetzt direkt an Josef Ackermann, den Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Bank und Präsidenten des Weltbankenverbandes, und fordern
Sie ein Ende der Geschäfte mit dem Hunger bei
https://foodwatch.de/e10/e45260/e45290
Ackermann
erhält die erste "Lobbykratie-Medaille"
Negativpreis für Chef der Deutschen Bank:
Die Deutsche Bank und ihr Chef Josef Ackermann haben von der Initiative
Lobby Control die "Lobbykratie-Medaille 2011" verliehen bekommen. Bei der
erstmals vergebenen Auszeichnung handele es sich um einen Negativpreis
für undemokratische Lobbyarbeit, teilte die Organisation mit.
Erster Träger der "Lobbykratie-Medaille"
mit gut 44% der abgegebenen Stimmen: Josef Ackermann Ackermann hatte im
Juli als Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF an dem Krisengipfel
zum Rettungspaket für Griechenland teilgenommen. Damit habe die Bankenlobby
einen bevorzugten Zugang zu Regierungschefs erhalten, der demokratischen
Prinzipien entgegenlaufe, begründete die Initiative ihre Wahl. Ackermann
und seine Bank hätten bei den Finanzhilfen für das hochverschuldete
Griechenland für den Bankensektor günstige Konditionen durchsetzen
können, hieß es weiter. Zugleich hätten sie sich in der
Öffentlichkeit irreführend als hart getroffen präsentiert.
Wer die Schulden kontrolliert, kontrolliert
alles.
Mehr bei
http://www.tagesschau.de/inland/lobbykratie100.html http://www.youtube.com/watch?v=He9V33xZ-60 http://www.heise.de/tp/artikel/29/29372/1.html
Banken in die Schranken: Weltweit entsteht eine Bewegung gegen
die Macht der Banken. Jetzt müssen politische Schritte folgen: Durch
eine strenge Regulierung müssen die Finanzmärkte entwaffnet werden.
Unterzeichnen Sie den Appell bei http://www.campact.de/finanzkrise/sn2/signer
Doch sind nur die Banken und Banker wirklich
die alleinigen Schuldigen der Krise oder auch die Bevölkerung, also
die Kunden dieser Banken, die sich so ein eigenes Häuschen, ein neues
Auto etc. auf Pump kaufen und in sofern das ganze Verschuldungssystem mittragen?
Wer in nachhaltige Geldanlagen investiert,
nutzt sein "monetäres Stimmrecht" und nimmt Einfluss auf die Realwirtschaft,
um sinnvolle gesellschaftliche Aspekte und umwelterhaltende Maßnahmen
in das unternehmerische Handeln zu integrieren.
Umweltbanken
und "faire" Banken
Der Wechseln zu einer grünen Bank lohnt
sich. Sie verhindern damit, dass Ihr Geld weiterhin für Atom- und
Rüstungsgeschäfte oder riskante Spekulationen eingesetzt wird.
Als Alternativen zu so genannten Atombanken
und Rüstungsförderern gibt es die
GLS
Bank Triodos
Bank Umweltbank Ethikbank
GLS zahlt Dividende: Die größte
Ökobank beteiligt ihre gut 20.000 Mitglieder erstmals am Gewinn.
Nuklearfreie
Geldanlage
Während die Banken gerne und umfassend
über ihr Engagement bei den Erneuerbaren reden, schweigen sie sich
aus zu ihrer
Finanzierung
für die Atomindustrie. Platz eins in Deutschland belegt die Deutsche
Bank: 7,8 Milliarden Euro flossen zwischen 2000 und 2009 in die Atomindustrie.
Neben den vier großen deutschen Atomkonzernen RWE, E.ON, EnBW und
Vattenfall wurde auch der französische Atomkonzern Areva finanziell
unterstützt.
Urgewald
hat die Finanzdienstleistungen elf deutscher Banken für die internationale
Atomindustrie untersucht.
Mit einer herkömmlichen Geldanlage
oder Altersvorsorge unterstützen Sie die Atomindustrie. In Ihren
Investmentfonds, Lebensversicherungen oder Riester-Verträgen befinden
sich Anteile von Konzernen, die
* Ihre Gewinne aus
atomarer Stromerzeugung erzielen
* die bemüht sind,
dass Gorleben wirklich zum Endlager ausgebaut wird
* die den Ausstieg
aus dem Atomausstieg mit der jetzigen Regierung verhandelt haben.
Ich bin dagegen, dass
die Gletscher schmelzen.
Ich bin dagegen,
dass die Wüsten sich ausbreiten.
Ich bin dagegen,
dass die Wälder abgeholzt werden.
Ich bin dagegen,
dass so viel CO2 freigesetzt wird.
Ich bin dagegen,
seltener zu fliegen.
Ich bin dagegen,
dass mein Strom teurer wird.
Ich bin dagegen,
langsamer zu fahren.
Ich bin dagegen,
dass mein Land sich einschränkt, bevor andere es tun.
Ich bin dagegen,
dass die Skigebiete schrumpfen.
Ich bin dagegen,
dass Urlaubsregionen überschwemmt werden.
Ich bin dagegen,
dass die Temperaturen steigen.
Ich bin dagegen,
dass Insekten sich ausbreiten.
Ich bin dagegen,
kürzer zu duschen.
Ich bin dagegen,
das Licht auszumachen.
Ich bin dagegen,
mein Einkaufsverhalten umzustellen.
Ich bin dagegen,
dass unsere Wirtschaftsregeln geändert werden.
Ich bin dagegen,
dass mein Land häufiger von Stürmen betroffen ist.
Ich bin dagegen,
dass in meiner Stadt die Hitzeperioden zunehmen.
Ich bin dagegen,
dass mein Garten verdorrt.
Ich bin dagegen,
dass meine Gesundheit leidet.
Ich bin dagegen,
dass ich dagegen bin.
Wofür bin ich?
Lebensmittel
zum abgewöhnen
Warum stellen auf Lebensmittelmessen auch
Pharma- und Chemiekonzerne aus?
Jedes Aroma lässt sich in den Labors
der Chemiegiganten simulieren, daher kommen Lebensmittel zunehmend aus
dem Labor. Man ahnt gar nicht, was sich heute Lebensmittel nennen darf.
So werden viele Lebensmittel inzwischen synthetisch (chemisch) aus Schimmelpilzen
oder/und Erdöl-Anteilen hergestellt. Renommierte Köche nennen
das "Beschiss", Gastro-Kritiker Wolfram Siebeck nennt es Betrug. Wird das
das künftige Essen für die Armen sein?
Der Wahnsinn in unserer Lebensmittelindustrie
http://www.youtube.com/watch?v=h7R1ijLj_GI
Hähnchenfleisch
mit Keimen belastet
Es ist nicht nur eklig, sondern auch gefährlich:
In jedem zweiten Hähnchen aus der Gefriertruhe fand der BUND bei einem
Test antibiotikaresistente Keime.
Erneut ist mit antibiotikaresistenten
Keimen belastetes Hähnchenfleisch gefunden worden. Nach Mitteilung
des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) waren zehn
von zwanzig Hähnchenfleischproben aus Supermärkten und Discountern
mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Die Haltungsbedingungen in
großen Tierhaltungsanlagen und der systematische Einsatz von Antibiotika
in der Geflügelhaltung werden als Hauptursachen genannt. Auch das
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft den massiven Einsatz
von Antibiotika in der Tierhaltung als bedenklich ein.
Grund des Massendopings: ohne Antibiotika
würden viele Tiere schon vor dem Schlachten zu Grunde gehen. Für
einen kranken Menschen kann die Übertragung von Antibiotika restistenten
Keimen tödlich ausgehen.
Erneut macht ein Lebensmittelskandal deutlich,
dass die Folgen der industrialisierten Landwirtschaft auf unserem Teller
landen. Deswegen fordert Campact mit einer großen Demonstration am
21. Januar in Berlin die Kehrtwende in der Agrarpolitik: Bauernhöfe
statt Agrarindustrie!
Die Agrarindustrie nicht länger
mästen! Die EU-Kommission will Subventionen nur
noch an Landwirte zahlen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten.
Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert die Pläne und schützt
die Agrarindustrie. Fordern Sie von Aigner und Kanzlerin Merkel eine Kehrtwende
bei
http://www.campact.de/agrar/sn2/signer
Empfehlung
des Nachhaltigkeitsrat: „Gold-Standard Ökolandbau“
Der Nachhaltigkeitsrat empfiehlt der Bundesregierung,
den Ökolandbau
deutlich auszuweiten. Doch diese ignoriert
ihre eigenen Berater mit einer
Hartnäckigkeit, die kaum zu übertreffen
ist. Fehlt den Politikern der Mut
oder ist es wirklich mangelnde Einsicht?
Für eine nachhaltige Entwicklung kommt
der Landwirtschaft eine zentrale Rolle zu. Deutlich wird dies an den Zielen
und Indikatoren der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die mit dem Thema
Landwirtschaft verbunden sind. Die ungelösten Aufgaben der Welternährung,
Lebensmittelsicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, der Minderung der Treibhausgase
und der Anpassung an den Klimawandel sowie der Sicherung der biologischen
Vielfalt und schließlich der agrarsozialen Aufgaben in ländlichen
Problemregionen stellen die bisherige Agrarpolitik der Bundesregierung
und Europas auf den Prüfstand. Dem ökologischen Landbau kommt
aus Sicht des Rates eine Leitbildfunktion zu.
Mehr bei
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/Gold-Standard_Oekolandbau_2011_01.pdf
Agrardebatte
"Klima-smarte Landwirtschaft"
Als Antwort auf Ernährungskrise, Hunger
und Klimawandel propagieren Institutionen wie die Weltbank und die FAO
eine "Klima-smarte Landwirtschaft". Sie soll Ernährungssicherheit
bringen, die Landwirtschaft auf die Auswirkungen der Klimaveränderungen
vorbereiten und gleichzeitig dazu beitragen, den Klimawandel zu bremsen.
Ein "dreifacher Gewinn" also, wie die Weltbank verspricht – doch die Gewinner
könnten am Ende weder das Klima noch die Bauern, sondern die Agrarindustrie
sein, vor allem dadurch, dass natürliche Wälder, Savannen und
Feuchtgebiete erschlossen werden sollen.
Mehr bei
http://www.agrardebatte.de/?p=925
Gegen Dioxin auf dem
Teller – für Pflicht-Tests
Immer wieder landet giftiges und krebsverdächtiges
Dioxin auf unseren Tellern. Vor allem über belastete Futtermittel
gelangt das Gift in die Nahrungskette. Fordern Sie Bundesverbraucherministerin
Ilse Aigner auf, die Sicherheitslücken endlich zu schließen
und verpflichtende Tests für jede Charge jeder Futtermittelzutat vorzuschreiben
bei
https://foodwatch.de/kampagnen__themen/dioxine_und_pcb/e_mail_aktion
Zitrusfrüchte:
Unbehandelt heißt nicht unbelastet
Im konventionellen Landbau ist es üblich,
Zitrusfrüchte schon in der Wachstumsphase mit Pflanzenschutzmitteln
zu spritzen.
Diese Mittel erfüllen verschiedene
Funktionen. So sollen sie zum Beispiel die Pflanze und ihre Früchte
vor Schädlingen schützen, Schimmelbefall oder Pflanzenkrankheiten
entgegenwirken oder das Wachstum unerwünschter Kräuter verhindern.
Nach der Ernte werden die Früchte in der Regel gewaschen und gegen
Schimmel und Fäulnis chemisch behandelt.
Auch der neue italienische Bio-Skandal
zeigt Lücken bei der Kontrolle des internationalen Handels mit Ökoware
auf.
16 „unbehandelte“ Zitrusfrüchte im
Test: Alle 16 Proben sind schriftlich oder mündlich als „unbehandelt“
beziehungsweise „nach der Ernte unbehandelt“ ausgelobt worden. Unter den
gekauften Früchten waren auch sechs Proben in Bioqualität.
Das erfreuliche Ergebnis: In allen sechs
Proben mit Biosiegel waren tatsächlich weder Pflanzenschutzmittel
noch Konservierungsstoffe nachweisbar. Damit entspricht das Ergebnis auch
den Verbrauchererwartungen, denn im Ökolandbau wird komplett auf den
Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verzichtet. Auch eine
Konservierung der Schale nach der Ernte ist bei Biofrüchten nicht
erlaubt. Völlig unbehandelte Zitrusfrüchte sehen oft vergleichsweise
stumpf aus, wohingegen eine mit Wachs konservierte Frucht stärker
glänzt.
Weniger erfreulich fiel die Beurteilung
der konventionellen Früchte aus. Der Test zeigt, dass der Begriff
„unbehandelt“ keineswegs bedeutet, dass die Frucht frei von Schadstoffen
ist: Nur eine von zehn vermeintlich unbehandelten Zitrusfrüchten aus
konventionellem Anbau war tatsächlich frei von Pestizidrückständen
oder Konservierungsmitteln.
Mehr bei
http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/zitrusfruechte.jsp
Die
Supermarkt-Initiative
Die Supermarkt-Initiative soll mehr Transparenz
schaffen. Verbraucher/innen wollen wissen, unter welchen sozialen
und ökologischen Bedingungen die Produkte hergestellt werden.
Die Politik muss endlich für Transparenz
sorgen! Unternehmen müssen offenlegen, wie sozial und ökologisch
sie wirklich handeln. Nur gesetzlich verbindliche Regeln schaffen einen
fairen Wettbewerb und sorgen dafür, dass soziale und ökologische
Produktionsbedingungen sichtbar gemacht werden.
Fast 3.000 Menschen haben sich bereits
diesem Appell an Angela Merkel angeschlossen.
>>>https://www.supermarktmacht.de/was-tun
China: Fatale
Lust auf Schwein
Wachsender Fleischkonsum zeigt den zunehmenden
Wohlstand in China, doch die ländlichen Familienbetriebe profitieren
davon kaum: ihre kleinbäuerliche Tierhaltung wird zunehmend durch
industrielle Fleischproduktion verdrängt, das Futter wird überwiegend
importiert, zum Beispiel als Gensoja aus Brasilien.
http://www.agrardebatte.de/?p=948
Gentechnik weiter
im Visier
Der Rosenfelder Verein Mellifera will sich
weiter stark dafür machen, dass Bienen Pollen sammeln können,
ohne dabei gentechnisch verändertes Material in die Honigproduktion
einzuschleppen.
Nach dem Erfolg vor dem Europäischen
Gerichtshof gegen Gentechnik in Honig plant der Rosenfelder Verein Mellifera
weitere Aktionen gegen die zunehmende Industrialisierung in der Landwirtschaft.
"Es ist eine teuflische Situation", malt
Vorsitzender Thomas Radetzki ein düsteres Bild mit Blick auf die zunehmende
Industrialisierung der Landwirtschaft. "Es sind heute existenzielle Fragen
der Ernährung der Menschheit." So hätten Massenproduktion und
gentechnisch veränderte Pflanzen nicht nur Auswirkungen auf den heimischen
Einkaufskorb – durch die globalen Märkte hätten diese Themen
vielmehr weltweite Auswirkungen.
Obwohl sich die Walpopulationen noch immer
nicht vom Walfang-Boom vergangener Jahre erholt haben – allein der Bestand
antarktischer Blauwale ist nach WWF-Schätzungen von rund 230.000 Tiere
auf wenige tausend Exemplare zusammengebrochen – ist die japanische Walfangflotte
wieder in See gestochen.
Seit 1994 ist das Südpolarmeer ein
Schutzgebiet für Wale. Leider sieht die japanische Regierung das anders.
Sie versteht das Schutzgebiet eher als Jagdgebiet und ignoriert damit die
Beschlüsse der IWC und des internationalen Seerechts (UNCLOS). Regelmäßig
Anfang November startet die japanische Walfangflotte von der Südwestküste
Japans mit Kurs auf das Walschutzgebiet um die Antarktis.
Japan will sogar einen Teil des Geldes
aus der Tsunami-Hilfe in den Walfang investieren. Umweltschutzverbände
kritisieren das als Missbrauch staatlicher Mittel
Mehr bei
http://www.greenpeace.de/japan_jagt_wale_im_walschutzgebiet http://www.taz.de/!83360
WLAN-Strahlen
können Sperma schädigen
Die Internet-Strahlung kann die männliche
Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Argentinische Wissenschaftler haben herausgefunden,
dass die WLAN-Strahlung, die von einem mit dem Internet verbundenen Laptop
ausgeht, unfruchtbar machen kann. Durch die Strahlung wird die Beweglichkeit
der Spermien reduziert und die DNA aufgebrochen.
Für die Studie haben die Forscher
Spermaproben von 29 gesunden Männern untersucht. Die Proben wurden
in zwei gleiche Teile geteilt. Eine der "Unter-Proben" wurde unter einem
Laptop platziert, der via WLAN mit dem Internet verbunden war. So sollten
die Arbeitsbedingungen kopiert werden, wenn ein Mann mit dem Laptop am
Schoß arbeitet.
Zwar wollen die Forscher um Dr. Conrado
Avendano weitere Studien machen, dennoch raten sie Männern schon jetzt
davon ab, ihren WLAN-Laptop auf dem Schoß zu platzieren.
http://www.oe24.at/WLAN-Strahlen-koennen-Sperma-schaedigen/47851619
Kritische Anmerkung zum Zustand des
deutschen Strahlenschutzes
WHO lehnt Mitarbeit des höchsten deutschen
Schutzbeauftragten im Bereich Mobilfunk wegen Befangenheit und seiner Nähe
zur Industrie ab.
Erste Ausschlussbegründung: Professor
A. Lerchl ist befangen. Er ist Mitglied in der deutschen Strahlenschutzkommission
und Vorsitzender des Ausschusses nichtionisierende Strahlung. Damit ist
er im Mobilfunkbereich der höchstrangige deutsche Strahlenschutzbeaufttragte,
Berater der Bundesregierung und Repräsentant des deutschen Staates
in internationalen Gremien. Nun kam es im Herbst 2010 zu einem einmaligen
Vorgang. Die WHO lehnte seine Aufnahme in eine Kommission der IARC (International
Agency for Research on Cancer) zur Risikobewertung des krebserregenden
Potentials hochfrequenter
elektromagnetischer Felder ab. Ein Affront
gegen Lerchl. Als Hauptbegründung wurde zunächst seine Zusammenarbeit
mit dem IZMF (Informationszentrum Mobilfunk), der PR-Zentrale der vier
deutschen Mobilfunkbetreiber, genannt. Er sei befangen, schreibt die WHO.
Die Weltgesundheitsorganisation hat zahlreiche
wissenschaftliche Arbeiten ausgewertet – und sieht einen möglichen
Zusammenhang zwischen Handy-Nutzung und seltenen Hirntumoren. Einen Beweis,
dass die Strahlung den Krebs verursacht, gibt es allerdings weiterhin nicht.
Mehr bei
http://www.memon.eu/zustand-des-deutschen-strahlenschutzes.html http://www.memon.eu/zusammenhang-zwischen-handys-und-krebs.html
Erich
Fromm-Preis 2012 geht an Georg Schramm
Georg Schramm lässt in seinen Bühnenfiguren
auf radikale und des-illusionierende Weise Menschen das aussprechen, was
in dieser auf Erfolg und Gewinn setzenden Gesellschaft nicht zum Vorschein
kommen darf, ja angesichts einer am Ökonomismus orientierten neoliberalen
Ideologie auch unausgesprochen bleiben soll. Er klärt auf und macht
den Zorn konstruktiv und ist dabei ein beeindruckender Psychologe und Charakterdarsteller.
Mit Erich Fromm verbindet ihn vor allem
die Fähigkeit, das gesellschaftlich Verdrängte und öffentlich
Gemiedene ans Tageslicht zu bringen.
Die Preisverleihung wird wieder im Neuen
Schloss von Stuttgart stattfinden, und zwar am Montag, 26. März 2012
um 18 Uhr.
Muss der Kabarettist wegen drohender Bundespräsidentschaft
die Bühne aufgeben? Das von Schramm genannte Hindernis, er müsse
hierfür von einem Mitglied der Bundesversammlung vorgeschlagen werden,
dürfte inzwischen beseitigt sein, denn die im Berliner Abgeordnetenhaus
vertretenen Piraten stellen zwei Mitglieder und es gibt bereits an der
Basis eine entsprechende Initiative. Die Piraten beauftragen ihre Wahlpersonen
in der Bundesversammlung, Georg Schramm als Bundespräsidenten vorzuschlagen.
Georg Schramm verfügt über die
nötige Macht der Sprache, um ein Amt, das vom Wort lebt, auszufüllen,
und hat bereits vielfach sein kritisches Denken zu politischen Prozessen
unter Beweis gestellt. Er könnte dem Amt die nötige Würde
zurückgeben.
Mehr bei
http://www.erich-fromm.de/index.php?com_contenterich-fromm-preis-2012 http://www.heise.de/tp/blogs/6/151183 Georg Schramm zu finanziellen Massenvernichtungswaffen BekanntMachung
mit Georg Schramm
Klimawandel
Auf
unserer Erde findet gegenwärtig ein tief greifender Klimawandel statt.
Insbesondere die Polargebiete erweisen sich als extrem sensibel gegenüber
geringsten Klimaänderungen. Dies hat weitreichende Folgen, denn sie
spielen eine bedeutende Rolle für das globale Klimageschehen.
Der CO2 Ausstoß steigt derzeit im
Jahr um ca. 10% oder 3 Milliarden Tonnen CO2 an. Es
muss dringend gehandelt werden, um die schon bald zu erwartenden einschneidenden
ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen zu verhindern!
>>>
Die Gefahrenstudie des US-Verteidigungsministeriums stuft die Gefahren,
die durch den Klimawandel hervorgerufen werden, als größere
Bedrohung ein, als etwa die internationale Terrorismusgefahr. Befürchtet
werden Unwetter mit Überschwemmungen, massive Hungersnöte und
militärische Konflikte beispielsweise durch zunehmende Wasserknappheit. Renommierte
US-Klimaforscher sind nach einem Studium von Daten der Klimageschichte
des Planeten zu der Ansicht gelangt, dass das Klimasystem empfindlicher
als bisher gedacht ist.
"The
danger zone is not something in the future. We're in it now." Myles
Allen,
University of Oxford
Der
Klimawandel schlägt in der Arktis noch schneller zu als in den ohnehin
dramatischen Modellrechnungen erwartet.
Wissenschaftler
erwarten drastische gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels,
auch für Europa.
Gesundheitliche
und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels stellen uns in den nächsten
Jahrzehnten vor große Herausforderungen, so das Ergebnis einer Tagung
des GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit zusammen
mit der Münchener Rückversicherungsgesellschaft.
Wetterkatastrophen
nehmen seit einigen Jahrzehnten drastisch an Zahl und Ausmaß zu.
In Europa müssen wir in Zukunft immer häufiger mit extremeren
Winterstürmen und Unwettern, Überschwemmungen und Sturzfluten,
Hitzewellen und Dürren rechnen. Dazu tragen zunehmend auch Veränderungen
bei den atmosphärischen Extremwerten als Folge der globalen Erwärmung
bei. Der Klimawandel wird allein in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe
verursachen. Die
Landflächen der nördlichen Erdhälfte werden sich mit zunehmender
geographischer Breite stärker erwärmen. "Auch
ein abrupter Klimawandel kann für das 21. Jahrhundert nicht ausgeschlossen
werden" warnte Hartmut Graßl, Direktor
am Max Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und forderte eindringlich
Maßnahmen zur Anpassung auch in Deutschland. Die gesundheitlichen
Risiken der bevorstehenden Klimawandels für Deutschland liegen vor
allem in der zu erwartenden Zunahme der Hitzeperioden.
In
Sachen Erderwärmung und Meeresspiegel-Anstieg "bewegen
uns an der Oberkante dessen, was wir vorhergesehen hatten",
sagt Mojib Latif vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften.
Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/vtest.asp?id=1820
Klimawandel weit schlimmer als befürchtet:
Meeresanstieg um zwei Meter in einer Generation. Wie aus der 68-seitigen Untersuchung "Climate
Change Science Compendium 2009" hervorgeht, steuert die Erde auf einen
Punkt zu, der die Zerstörung der weltweiten Ökosysteme unweigerlich
mit sich bringt.
84% der Kinder und Jugendlichen im Alter
von 10 bis 14 Jahren machen sich bereits große Sorgen um die Entwicklung
des Weltklimas.
Der Film "2075
- Verbrannte Erde" entwirft ein Szenario in der Zukunft, in dem die
Klimaerwärmung zu dramatischen Veränderungen geführt hat.
>>>
Ein riesiger Eisberg, siebenmal größer als Liechtenstein, schmilzt
im Südatlantik vor sich hin.
In der Antarktis gibt es bereits schmelzende Eisfelder, an deren Rändern
das Abbrechen von Gletscherstücken der Größe von Mehrfamilienhäusern
zu beobachten ist!
Große Schmelze in
der Arktis: Forscher machen dramatische Vorhersagen für das Eis am
Nordpol. Es taut in einem brutalen Tempo ab, viel schneller als vom Weltklimarat
vorhergesagt. Experten befürchten, dass zum ersten Mal in der Geschichte
der Menschheit die Eisdecke am Nordpol gänzlich abschmelzen könnte.
Die Eisfläche auf dem arktischen Ozean hat bereits den zweitniedrigsten
je erreichten Wert unterschritten.
Nach Ansicht führender
Forscher müssen die Staaten weltweit konkrete Maßnahmen zur
Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels einleiten und sich auf
Fluten und Dürren vorbereiten.
Die
Bemühungen um den Klimaschutz scheinen vergeblich zu sein obwohl der
Klimawandel immerhin an die 20% des globalen Bruttosozialprodukts kostet.
Denn die Folgen des Klimawandels verursachen bis 2015 voraussichtlich 375
Millionen Hilfsbedürftige – jährlich.
Die zurückliegende
Saison war im globalen Maßstab die zweitwärmste je registrierte.
Die "große Politik"
ist mit dem Management großer Krisen ausgelastet, die sie unmittelbar
mit herbeigeführt hat. Da ist wenig Raum für die mittelbar verursachten
Krisen wie Klimawandel, Vernichtung biologischer Vielfalt, Desertifikation
und Bevölkerungswachstum.
Kampf
gegen Erderwärmung
Bereits mit wenigen einfachen
Maßnahmen ließe sich der Klimawandel erheblich bremsen.
Anstatt sich wie bisher
auf Kohlendioxid (CO2) zu konzentrieren, würde es sich lohnen, andere
Gase zu bekämpfen, berichtet ein Team von 24 Experten um Drew Shindell
von der Nasa.
Aus rund 400 Maßnahmen,
die den Ausstoß von Klimagasen einschränken sollen, haben die
Forscher 14 ermittelt, die besonders effektiv und schnell umsetzbar seien.
Würde sich die Weltgemeinschaft allein auf diese Methoden konzentrieren,
könnte die Erwärmung bis 2050 um ein halbes Grad und damit um
gut ein Drittel geringer ausfallen als prognostiziert.
Die besten Methoden zur
raschen Eindämmung des Methanausstoßes sind der Studie zufolge:
Entweichendes Erdgas (Methan)
bei Bergbau, Öl- und Gasförderung und aus Mülldeponien einfangen,
Löcher in Gaspipelines
stopfen,
Reisplantagen öfter trockenlegen,
Gase aus Kuhdung und bei der
Tierhaltung verringern.
Milliarden für
Kohlestrom: Wer den Klimakiller finanziert
Banken haben seit
2005 Gelder für Kohleindustrie verdoppelt.
Trotz aller Klimaschutzmaßnahmen
haben die CO2-Emissionen einen neuen Rekord erreicht. Massiv dazu beigetragen
hat die Kohleindustrie - der Drang, das schwarze Gold zu verheizen, ist
ungebrochen.
Insgesamt haben
die Umweltorganisationen 104 Banken unter die Lupe genommen und das niederländische
Forschungsinstitut "Profundo" damit beauftragt, die Portfolios dieser Geldinstitute
auf ihr Engagement in der Kohleindustrie hin abzuklopfen. "Unsere Untersuchung
zeigt, dass sich die Kohlefinanzierung zwischen 2005 und heute fast verdoppelt
hat, obwohl die katastrophalen Folgen des Klimawandels immer offensichtlicher
werden", erklärt Heffa Schücking, Geschäftsführerin
der Umweltorganisation "Urgewald".
Mehr bei
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,8403254,00.html
Wir haben noch 4 bis 10 Jahre, um uns zu
ändern und gemeinsam zu handeln.
Kurzfilm
BIG ASK
Vattenfall
legt CCS-Projekt auf Eis
Die umstrittene CCS-Technologie ist in Deutschland
vorerst vom Tisch: Das
Demonstrationskraftwerk in Jänschwalde
wird in den nächsten zehn Jahren doch
nicht gebaut. Der Energiekonzern Vattenfall
will auch mögliche
Kohlendioxid-Speicher nicht weiter erkunden.
Grund ist der jahrelange
politische Streit um ein deutsches CCS-Gesetz.
Ganz aufgaben will Vattenfall
aber nicht.
Mehr bei
http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/10054
Das
Zeitalter der Dummheit
Wir nehmen neue Zahlen und Hochrechnungen
zum Klimawandel und den zu erwartenden Umweltkatastrophen offensichtlich
genauso schicksalsergeben hin wie den Wetterbericht.
Was werden kommende Generationen
über uns denken? Müssen wir uns nachträglich vorwerfen
lassen, einfach weitergemacht zu haben wie bisher, obwohl wir längst
wussten, was da auf uns zukommt? Warum haben wir uns nicht gerettet, als
wir noch die Gelegenheit dazu hatten?
Sollten wir etwa unsicher
gewesen sein, ob wir unsere Rettung auch wert sind? Mehr bei
http://www.delinat.com/ithaka/das-zeitalter-der-dummheit http://tao-cinema.de/cms/age-of-stupid-warum-tun-wir-nichts-.html Big
Ask
Atomkraft
Die
Spaltung von Atomen hat sich als eine sehr störanfällige Methode
der Energiegewinnung erwiesen. Sie ist besonders gefährlich, da durch
diese Technologie viele Menschen direkt, mittel- oder langfristig sowie
über Generationen hinweg schwere gesundheitliche Schäden erleiden
können. Abgesehen von der verheerenden militärischen Atomenergienutzung
hat auch ihr Spin-off, die sogenannte zivile Variante, katastrophale Folgen
gezeitigt – entweder in Form von Unfällen (Windscale, Three Mile Island,
Tschernobyl, Fukushima) oder als Folge eines Dauerbetriebs (radioaktive
Verseuchung der Irischen See durch den Nuklearkomplex Sellafield, der Küste
vor der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague und die Verstrahlung
der Japanischen See, um nur drei von zahlreichen Beispielen zu nennen).
Die nukleare Produktionskette führt
zur radioaktiven Verseuchung der Menschen, des Landes, der Luft und des
Wassers und bedroht unsere Existenz und die zukünftiger Generationen.
Atomkraftwerke sind Klima-Verheizer und
Strahlenschleudern. Die Emissionen pro Kilowattstunde werden zukünftig
noch massiv zunehmen, denn der Abbau des Urans wird immer energieintensiver
werden. Zudem ist Deutschland vom Uran zu 100 Prozent importabhängig!
Eine nachhaltige Entsorgung des Atommülls
ist derzeit nicht möglich. Es gibt bisher weltweit kein einziges geeignetes
Endlager, allenfalls fragile Zwischenlager. Das gilt auch für die
Entsorgung von Atomkraftwerken.
Stromkartell und Atomlobby tun gern so,
als würden sie die Welt vor einem Klimakollaps bewahren. Doch
Greenwashing
ist eben kein Klimaschutz.
Die Steuerzahler und Verbraucher kostet
die Nutzung der Atomkraft seit Jahrzehnten Unsummen – zugunsten der Betreiber.
Atomkraft wurde von Anfang an mit hunderten von Milliarden staatlich subventioniert
– sie hätte sich sonst schon wegen der gewaltigen externen Kosten
nie gerechnet. Von 1950 bis 2010 sind Atomsubventionen von mindestens 300
Milliarden Euro geflossen. Noch heute fließen die staatlichen Fördermittel
vorwiegend in Privatinstitute, die der Atom-Industrie zuarbeiten.
Die vier großen Energieriesen E.ON,
RWE, EnBW und Vattenfall kontrollieren vier Fünftel des gesamten Energiegeschäftes
und damit bisher auch die Netze und Zähler.
Kaum wird darüber berichtet, dass
alle Verbrennungskraftwerke, auch Atom, wegen der Kühlung an Flüssen
und Seen gebaut werden müssen. 2003 fehlte nur eine Woche der Hitzeperiode,
dann hätte die Hälfte Deutschlands wegen fehlendem Kühlwassers
über einen längeren Zeitraum einen totalen Stromausfall
gehabt.
In Deutschland gehören übrigens
Kohle- und Atomkraftwerke zu den größten Stromverbrauchern!
Kleine dezentrale Gaskraftwerke wären die richtige "Brückentechnologie".
>>> Bereits
die „Leitstudie
2010“ des Bundesumweltministerium zeigte eindeutig auf, dass eine Laufzeitverlängerung
für Atomkraftwerke vollkommen überflüssig ist. Mehr bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/Totgesagte-leben-laenger---die-Doku
Kein Blackout – Deutschland exportiert
weiter Strom
Trotz des Atomausstiegs droht in diesem
Winter nach Einschätzung der Bundesnetzagentur kein Blackout. Trotz
des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur und der Strompreis
bleibt stabil. Alle gegenteilige Warnungen der Atomkonzerne waren offenbar
Propaganda.
Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr
Strom exportiert als importiert – trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken.
Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer
Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht.
Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich
rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen. Vor allem nach Österreich
und in die Schweiz hat Deutschland in den letzten zwölf Monaten viel
Strom exportiert, an dritter Stelle folgten die Niederlande.
Betreiber der Atomkraftwerke und Atomlobby,
zum Beispiel RWE-Chef Großmann, hatten immer wieder den Eindruck
zu erwecken versucht, Deutschland werde durch die Entscheidung in der Jahresbilanz
zum Stromimporteur werden. Auch wurde immer wieder vor einem “Blackout”
gewarnt.
Mehr bei
http://www.contratom.de/kein-blackout-deutschland-exportiert-weiter-strom http://www.contratom.de//blackout-pfingsten-bundesnetzagentur-warnt
EU setzt weiter
auf Atomkraft
Die
EU-Kommission scheint sich um die deutschen Ausstiegspläne nicht viel
zu kümmern: Sie will die Kernkraft forcieren und befürwortet
40 neue Kraftwerke allein bis 2030. Und ausgerechnet der deutsche Kommissar
Günther Oettinger treibt das Projekt voran.
Die Atomenergie stehe heute für den
größten Anteil CO2-freier Energie, heißt es etwa in der
Vorlage aus Brüssel, die Oettinger nach Angaben aus EU-Kreisen bereits
seinen Kommissionskollegen präsentiert hat. Und sie bleibe ein wichtiger
Lieferant klimafreundlichen Stroms zu vergleichsweise niedrigen Kosten.
Oettinger macht damit klar, dass Brüssel auch nach Fukushima langfristig
eine Zukunft für die Kernkraft in der Europäischen Union sieht.
Mehr von Markus Balser und Cerstin Gammelin
bei
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/1.1230255
Gorleben-Baustopp
ist eine Schimäre
Nur der weitere Vortrieb von Stollen im Salzstock
wurde vorübergehend ausgesetzt. Der Großteil der Arbeiten im
Salzstock geht unvermindert weiter. Noch entscheidender ist allerdings,
dass der 9-Millionen-Auftrag für einen Eignungsnachweis Gorlebens
an diejenigen Wissenschaftler, die schon Morsleben und die Asse für
geeignet hielten, aufrechterhalten wird.
.ausgestrahlt
fordert die vollständige Aufgabe des Standorts Gorleben, weil ein
weiteres Offenhalten eines offensichtlich ungeeigneten Salzstocks nur das
Ziel hat, hier letztendlich doch ein Atommüll-Lager durchzusetzen.
http://www.ausgestrahlt.de/gorleben-baustopp-ist-eine-schimaere.html http://www.taz.de/!83807
Zwei Auseinandersetzungen stehen im Mittelpunkt:
1. Der Streit um die Sicherheit und die
Laufzeiten der neun noch
laufenden AKW und diverser Atomfabriken.
2. Das Ringen um die Atommüll-Lagerung,
Castor-Transporte und das
Endlagerprojekt Gorleben.
Die Förderung von Atomkraft "bremst
massiv" die Entwicklung von Erneuerbaren Energien.
Fordern Sie von Umweltminister Röttgen
das Aus für Gorleben bei http://www.campact.de/atom2/sn15/signer
Bis
zu 37 Jahresdosen Strahlung für Bürger Fukushimas
Bürger der japanischen Katastrophenprovinz
Fukushima sind in den ersten vier Monaten nach dem Atomunfall einer Strahlenbelastung
von bis zu geschätzten 37 Millisievert ausgesetzt gewesen. Zu diesem
Ergebnis kommt eine Untersuchung der Provinzregierung. Die in normalen
Zeiten geltende Höchstgrenze liegt bei einem Millisievert pro Jahr.
"Die Bevölkerung wird für dumm
verkauft", sagt der Anti-Atomkraft-Aktivist
Takashi Hirose. Das volle Ausmaß
der Katastrophe werde bewusst verschwiegen,
weil die Regierung eine ernsthafte Diskussion
über einen Atomausstieg
vermeiden wolle.
Mehr bei
http://www.stuttgarter-zeitung.de/japan-bis-zu-37-jahresdosen-strahlung.html
Warnung
vor nuklearer Explosion in Fukushima
Angesichts der Berichte über eine unkontrollierte
Kernspaltung im
japanischen Unglücksreaktor Fukushima
warnt der Münchner Strahlenexperte
Prof. Edmund Lengfelder vor der Möglichkeit
einer nuklearen Explosion. Es wäre <eine Art Atombombe im Minimaßstab>.
Mehr bei
http://www.ftd.de/Warnung-vor-nuklearer-explosion-in-fukushima/60125494.html
Lehren aus
Fukushima
Führt das Desaster von Fukushima zu mehr
Sicherheit bei Atomanlagen? Forscher sind skeptisch - und schlagen Verbesserungen
in sechs Gebieten vor.
Strengere Sicherheitsstandards: Die Lagerung
verbrauchter Brennelemente in Kühlbecken muss reduziert werden.
Strengere Schutzstandards: Eine Nuklearanlage
muss Terrorsicher sein.
Bessere Notfallmaßnahmen: Sinnvoll wäre
die Einrichtung eines internationalen Notfall-Teams, dem schnell einsetzbares
Equipment zur Verfügung steht.
Peer Review, internationale Vereinbarungen
und Zusammenarbeit: Jedes Land, das Atomanlagen betreibt, sollte deren
Sicherheit von internationalen Expertenteams prüfen lassen. Diese
Tests sollten auf strengeren Standards basieren, als sie bisher existieren.
Die Ergebnisse dieser Prüfungen sollten öffentlich gemacht werden.
Darüber, dass die Regierung die Evakuierungszone
nicht entsprechend ausgeweitet und Frauen und Kinder nicht sofort in den
Süden des Landes in Sicherheit gebracht hat, kann man nur Wut empfinden.
Stattdessen wird die Bevölkerung systematisch belogen, sie wird gar
nicht oder falsch informiert über die wirklichen Gefahren.
Mehr bei
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35503/1.html http://www.tschernobyl-folgen.de
Wenn die atomkraftkritischen
Haushalte bereits vor Jahren ihre Geschäftsbeziehungen mit Atomkonzernen
beendete hätten, dann wäre diese Technik längst untragbar
geworden.
Seit dem Gau in Japan verzeichnen Ökostromanbieter
einen deutlichen Anstieg.
Doch Null Umweltnutzen bei
Ökostrom-Mogelpackungen: In einer kürzlich veröffentlichten
Studie warnt Greenpeace vor
Schein-Ökostrom, der sich bei genauerem
Hinsehen als völlig wirkungslos für die Umwelt entpuppt. Ökostromprodukte,
die lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen wie RECS-Zertifikaten
basieren oder einfach nur auf Wasserkraft aus alten Großkraftwerken
zurückgreifen, tragen diesen Namen laut dem Verfasser der Studie zu
Unrecht.
Wechseln Sie zu einem
seriösen
Ökostromanbieter
Demokratie
oder Öl-Wirtschaft Ölwirtschaft
Öl-Wirtschaft
ist das Gegenteil von Demokratie. Die Öl-Wirtschaft unserer Zeit
besteht aus Kartellen und ist stark verflochten mit anderen Schlüsselindustrien,
wie z.B. der Autoindustrie, in der sie seit hundert Jahren investiert ist
und dort stärksten Einfluss ausübt. Aufgrund enormer Finanzreserven
kann sie auch ständig Druck auf Politiker ausüben, sie gar kaufen,
wie im letzten Jahrzehnt besonders gut in den USA zu beobachten war. Diese
Ölwirtschaft schürt Präventivkriege (Afganistan, Irak, War
on Terror etc.) und beugt die Demokratie. Es ist ihr gelungen, alle Staaten
der Erde unter ihr Joch zu bringen, denn es besteht eine globale Abhängigkeit
vom Öl und damit von der Öl-Wirtschaft. 95% aller industriell
gefertigten Produkte hängen heute von der Verfügbarkeit von Erdöl
ab. Die Öl-Konzerne (Öl-Kartelle) sind also die Hauptverantwortlichen
für die Klimakatastrophe - und deren Konsumenten.
Mehr
zum Thema Öl-Wirtschaft
Fossiler
Fundamentalismus: Wir verbrennen die Überreste lebender Materie von
mehreren Hundert Millionen Jahren in gerade mal 2 bis 3 menschlichen Generationen. Der
unverantwortliche Umgang mit dem Öl schafft viele ökonomische,
politische und ökologische Probleme, die wir uns im 21. Jahrhundert
einfach nicht mehr leisten können. Dazu gehören sowohl die
ständig auftretenden Ölkatastrophen, als auch die Irak-Annektion,
die bereits vor dem 11. September 2001 beschlossene Sache war sowie auch
immer noch steigende CO2 Emissionen.
>>>
Die USA verbrauchen ein Viertel des gesamten Öls und
jedes Jahr 1,5% mehr. 40% davon verbrauchen die Autos.
Würde der heutige durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der amerikanischen
Pkws auf den Durchschnittsverbrauch der deutschen Pkws reduziert werden,
so könnte der derzeitige jährliche Erdölverbrauch von Afrika,
China und Indien eingespart werden!
Öl-Lobby
droht Obama
Der Chef des American Petroleum Institutes
(API), des größten Interessenverbandes der Öl- und Gasindustrie
in den USA, Jack Gerard, hat Präsident Barack Obama vor "ernsten politischen
Konsequenzen" gewarnt, falls die umstrittene Megapipeline Keystone XL nicht
genehmigt wird. "Definitiv", so Gerard, werde die Entscheidung über
das Teersand-Projekt die Präsidentschaftswahlen im November beeinflussen.
Eine Nicht-Genehmigung sei für die große Mehrheit der Bevölkerung
nicht "vermittelbar", denn es gehe "um Jobs" und "um die nationale Sicherheit".
Über Keystone XL sollen ab 2013 täglich
700.000 Barrel Öl aus kanadischem Teersand bis nach Texas gepumpt
werden. Umwelt- und Klimaschützer laufen schon seit langem gegen
das Projekt Sturm, das ihrer Meinung nach nicht nur eine 2.600 Kilometer
lange Spur der Verwüstung vom kanadischen Saskatchewan bis zum Golf
von Mexiko ziehen wird, sondern auch die extrem klimaschädliche
Ölgewinnung aus Teersanden zukunftsfähig zu machen hilft.
Bei der Gewinnung von Teersänden
– auch Ölsände genannt – werden rund dreimal so viele Treibhausgase
ausgestoßen wie bei der konventionellen Ölförderung.
http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/10280-oel-lobby-droht-obama
Putin's geheimes
Vermögen: Rohstoffriese Gunvor
In fünfzehn Jahren vom lokalen Unternehmen
zum weltweit drittgrössten Ölhändler: Das ist der Rohstoffriese
Gunvor mit Sitz in Genf. In der russischen Energiebranche ist vieles möglich,
wenn man über die richtigen Beziehungen verfügt.
«Die grossen Mengen gehandelten
Öls führten angeblich zu riesigen Profiten für Gunvor und
ihre geheimen Besitzer, zu denen laut Gerüchten auch Premierminister
Putin gehört.» Das vermeldete der US-Botschafter John Beyrle
im September 2008 aus Moskau nach Washington, in einer vertraulichen Depesche,
die 2011 von Wikileaks öffentlich gemacht wurde. Und im November doppelte
er nach: «Von speziellem Interesse im russischen Ölhandel ist
die Schweizer Firma Gunvor. Laut Gerüchten ist sie eine der Quellen
für Putin's geheimes Vermögen.»
Ab 1991 ist die Beziehung zum gegenwärtigen
russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin aktenkundig: Putin,
damals verantwortlich für Aussenhandelsbeziehungen in St. Petersburg,
schanzte Timtschenkos Verkaufsfirma eine Lizenz für Ölexporte
zu.
Mehr von Stefan Howald bei
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2011/nr49/Wirtschaft/21495.html
Gasförderung
durch Fracking
Fracking bedeutet, eine Flüssigkeit unter
sehr hohem Druck in eine Quelle – Öl, Wasser oder Erdgas – zu pumpen.
Fracking wird das Wesen der Energieproduktion dramatisch verändern.
Ihre Energieinvestments werden dies zeigen. Paradebeispiel Erdgas. In der
Hauptsache wird Fracking für die Gewinnung von Erdgas eingesetzt.
In den USA wird seit 10 Jahren "gefrackt"
– mit dem Ergebnis, dass Trinkwasserbrunnen in der Nähe der Bohrungen
vergiftet und die Menschen dort krank sind. Seit kurzer Zeit finden auch
in Deutschland erste Probebohrungen mit der Fracking-Technik statt, denn
Fracking verspricht Milliardengewinne für die Energiekonzerne. Zuvor
wurden weder Bürgervertreter noch Wasserbehörden informiert.
Doch Ärzte warnen vor Risiken durch Gasförderung und Hydraulic
Fracturing. Angesichts von Tausenden Tonnen Chemikalien, die pro Fracking-Vorgang
in die Erde gepumpt werden und – wie der amerikanische Fracking-Alltag
zeigt – durchaus auch ins Grundwasser und die Umwelt gelangen können,
ist die angebliche Umweltfreundlichkeit der neuen Energiequelle nicht nur
zweifelhaft, sondern schlichtweg nicht vorhanden. Die Frac-Flüssigkeit
enthält nämlich krebserregende, hormonverändernde und stark
wassergefährdende Toxine. Dazu kommt, dass sich in Deutschland bislang
weder das Umweltbundesamt noch ein Umweltministerium mit den Fracking-Risiken
beschäftigt hat. So kommen mögliche Gesetzesänderungen wahrscheinlich
viel zu spät.
Eine Online-Petition besorgter Bürger
forderte Transparenz beim Fracken und setzte sich für die Rechte von
Mensch und Natur ein. 4791 Unterschriften wurden gesammelt und eingereicht.
Mehr bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/Bedenklich-Gasfoerderung-durch-Fracking http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fracking-ia.html
Internationale
Energieagentur warnt vor Ölkrise ab 2015
Die IEA hat ihren Jahresbericht vorgelegt,
der mehr Anstrengungen zum Klimawandel fordert, die PKW-Zahlen bis 2035
auf 1,7 Milliarden wachsen sieht und vor einer Ölkrise ab 2015 warnt:
Diese Krise kann entstehen, wenn nicht genügend Invesitionen im Nahen
Osten und Nordafrika getätigt werden. Gemäß der IEA ist
der Höhepunkt der Förderung von konventionellem Öl erreicht,
seine Förderung soll weiterhin stagnieren und bis 2030 sogar sinken.
Mehr bei
http://www.peak-oil.com/internationale-energieagentur-warnt-vor-olkrise-ab-2015
In den letzten 10 Jahren hat sich der Ölpreis
mehr als verfünffacht.
Mc Kinsey erwartet die nächste Ölkrise
schon 2013.
Erdöl-Weltverbrauch
Treibstoff, Düngemittel, Pestizide, Heizöl,
Plastikspielzeug, Einkaufstaschen, CDs, Kontaktlinsen, Medikamente und
Farben – fast alle Produkte und Aktivitäten des industrialisierten
Lebens sind mit Ölverbrauch verbunden. Jeden Tag werden weltweit etwa
85 Millionen Barrel Öl verbraucht. Oder anders ausgedrückt: jede
Sekunde 1.000 Fässer.
Weltweit werden jedes Jahr auch 50.000
Tonnen Mineralöl-Produkte für die Kosmetik-Industrie zum Waschen,
Duschen oder Baden hergestellt. Das entspricht der Größe eines
respektablen Öl-Tankers. 50.000 Tonnen landen jedes Jahr durch den
Abfluss in den Wasserkreislauf, also verunreinigen weltweit 50.000.000.000
Kubikmeter Wasser.
Der tägliche Verbrauch weltweit liegt
im Jahr 2008 bei etwa 87 Millionen Barrel.
USA (20,1 Millionen Barrel)
Volksrepublik China (6 Millionen Barrel)
Japan (5,5 Millionen Barrel)
Deutschland (2,7 Millionen Barrel)
Der Weltverbrauch steigt derzeit um 2%
pro Jahr an.
Nur eine Stunde des Welt-Ölverbrauchs
lief bislang im Golf von Mexico aus.
http://oe1.orf.at/programm/232223 http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l#Weltverbrauch
Der
nächste Ölpreisschock kommt bestimmt!
Peak Oil wird bislang in politischen, kommunalen aber auch unternehmerischen
Entscheidungen nicht angemessen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell
nahezu aller Unternehmen basiert auf der Annahme, Erdöl sei zu dauerhaft
niedrigen Preisen verfügbar. Doch nur zum Verbrennen wird Öl
schon bald zu teuer, inzwischen kostet es 50 mal mehr als vor 50 Jahren.
Angesichts
der vergangenen Fehlprognosen der IEA kann man die heutige Prognose von
120 US-Dollar pro Barrel bis 2035 nur als unbrauchbar bezeichnen. Die IEA
macht sich mit solchen Fehlprognosen mitschuldig an Weltwirtschaftskrisen,
weil sie das Problem der Ölverknappung weiterhin herunterspielt.
Aufgrund
der steigenden Nachfrage –
auch in den Schwellenländern –
wird der Ölpreis drastisch ansteigen. Dann ist auch mit steigenden
Preisen für Metalle, Nahrungsmittel etc. zu rechnen.
Der
Gaspreis hängt am Ölpreis. Daher will Russland künftig enger
mit den Scheichs kooperieren. Zudem plant Putin, mit anderen wichtigen
Förderländern ein Gaskartell nach dem Vorbild des Ölkartells
zu formen, um die westlichen Industriestaaten besser unter Druck setzen
zu können.
In den letzten 10 Jahren hat sich der
Ölpreis mehr als verfünffacht.
Das
größte Problem ist, dass wir auf den nächsten Ölpreisschock
und seine heftigen wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen überhaupt
nicht vorbereitet sind, z.B. mit Nahrungsknappheit und dem Zusammenbruch
der Wirtschaft. http://www.heise.de/tp/artikel/35/35822/1.html
Uran
ist wegen Unentsorgbarkeit als Ersatz ungeeignet und würde nicht mal
40 Jahre reichen. Selbst wenn man in den nächsten Jahrzehnten nur
die Hälfte des heutigen Erdöleinsatzes durch Kernenergie ersetzen
könnte, müsste man zusätzlich zu den ca. 450 in Betrieb
befindlichen Kernkraftwerken jede Woche ein bis zwei neue Reaktoren in
Betrieb nehmen.
Sonne,
Wind und Wasserkraft stehen uns mehr als ausreichend zur Verfügung
sowie auch das nötige know how. Doch die derzeitige Wirtschaft
und die von ihr gesponsorte Politik haben Angst vor Veränderungen,
denn noch verdienen einige sehr gut am Öl.
Die
Vernachlässigung der Umwelttechnologien bringt uns das größte
nur vorstellbare Desaster; ökonomisch, politisch, sozial und klimatisch!
Einzige
Lösung: Jetzt im großen Stil in erneuerbare Energien (Wind,
Wasser, Sonne, Geothermie, Meeresengergie etc.) zu investieren und Ölprodukte
gezielt zu verweigern. Nach dem Ölpreisschock ist es zu spät! Mehr
in unserem
Spezial
Ölschock und Ölpreis
Totale
Überwachung
Zusammenhang zwischen
Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung
Nach der neuen europäischen Sicherheitsdoktrin ist jede(r) Bürger(in)
solange verdächtig, bis seine/ihre Unschuld bewiesen ist. Diese Unschuld
ist täglich neu zu beweisen.
Wir sind es von den Medien
gewohnt, täglich mit personaler Gewalt in Form von Einzelkriminalität
behagelt zu werden. Dadurch wird eine negative Gewalt-Realität erzeugt,
die die strukturelle Gewalt des Staates oder der Konzerne – auch
in Form von Bespitzelung – rechtfertigen soll. Nun braucht man uns nur
noch davon abzulenken, dass diese täglich wächst.
Der Wunsch nach totaler
Überwachung ist Ausdruck einer bourgeoisen Gesellschaft, die die Menschen
gern kategorisieren, ordnen und kontrollieren möchte. Dieser Wunsch
entspringt einer Zwanghaftigkeit zur Ordnung, die sich z.B. auch bei vielen
Innenministern beobachten lässt. Es beginnt in der analen Phase und
endet im Faschismus. Was anfangs nur geregelte "Sicherheit" schaffen soll,
endet in seinen Auswüchsen leicht in einem krypto-faschistischen System
mit konsumptivem Schwerpunkt, in dem nur das Geld regiert. Es lässt
sich auch gut als "Demokratie" tarnen (obwohl es nur eine Parteien-Demokratie
mit schnöden Fraktionszwängen ist, aber keine Basis-Demokratie).
Faschismus ist die extremste
Form des Kapitalismus. Die Erziehung zum komsumptiven Verhalten konzentriert
die Menschen hauptsächtlich auf den Erwerb von Konsümgutern oder
gar deren Anbetung, denn so verlieren sie schnell den Überblick und
das Interesse am politischen und gesellschaftlichen Gefüge und deren
Unzuträglichkeiten. Nur so ist es zu erklären, dass kaum jemand
noch dagegen aufbegehrt; weder gegen sinnbefreiten Konsumzwang, noch gegen
(noch) verfassungswidrige Bürgerrechtsbeschneidungen wie Datenschutz
oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Telefon, Internet, Handy,
Cam, Navigationssystem etc. sind die Konsum-Köder, die diese totale
Überwachung überhaupt erst möglich machen! Technische Barrieren wird
es bald nicht mehr geben. Die Vermarktungstaktik, also die Kunst
des Schmackhaftmachens, ist einfach: Die am wenigsten akzeptierbaren
Möglichkeiten werden für die Zeit des Markteinstiegs vertuscht,
um sie anschließend besser verkaufen zu können.
Die Gesellschaft ist es,
die darüber zu entscheiden hat, wie viel persönliche Überwachung
sie künftig zulassen will.
Die Greueltaten im Dritten
Reich waren nur möglich, weil die Exekutive zu viel Macht erhalten
hatte.
Das private Wach- und Sicherheitsgewerbe
wächst im Zeichen der Krise.
"Sicherheit" ist zu einer Rechtfertigung
für staatliche wie privatwirtschaftliche Interventionen bzw. Angebote
geworden. Auf dem Spiel steht die individuelle Freiheit. Sicherheit und
Unsicherheit werden konstruiert, sie sind Ausdruck von Macht, Interessen
und sozialer Ungleichheit.
Interessant ist auch,
dass es bei uns gar keinen Terror gibt, sondern nur Terroristen-Jäger
und Panikmacher. Wird die Angst vor Terror etwa bewusst geschürt,
um uns in den totalen Überwachungsstaat zu treiben? Mit Überwachung
lassen sich offensichtlich gute Geschäfte machen... Wesentlich gefährlicher
als der internationale Terrorismus sind Faktoren, die unser modernes Leben
bestimmen:
1. Die Folgen des Klimawandels.
2. Der Kampf um die immer
knapper werdenden Ressourcen, vor allem das Öl.
3. Die wachsende Ungleichheit
in Wirtschaft und Gesellschaft, die Allmacht der Konzerne und eine damit
einhergehende Marginalisierung der Mehrheit der Menschen - vor allem in
den ärmeren Ländern.
4. Die weltweite militärische
Aufrüstung, konsequente Weiterentwicklung von Massenvernichtungswaffen
und herrschende Kriege, die Unmengen an CO2 produzieren.
Mehr bei
http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm http://www.taz.de/digitaz/2008/06/28/a0027.nf/text
Der präventive Überwachungsstaat: "Der
Mensch, der bereit ist, seine Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zu gewinnen,
wird beides verlieren." Benjamin Franklin
Facebook-Skandal: Ein Geschenk
für jeden Geheimdienst
Facebook vergisst nichts. Nichts
bleibt verborgen, nichts geht verloren, nichts wird gelöscht im Facebook-Lebensarchiv.
Auch nicht intime Mitteilungen an "Freunde".
Wer "gefällt mir" angeklickt
hat, kann (und wird) von Facebook per cookies über die IP-Adresse
auf sein gesamtes Surfverhalten verfolgt!
Privatssphäre ist was
fürs Museum. Mit dem Gesichtsscan findet Facebook alle Nutzer wieder.
So entsteht in den USA gerade die größte Datenbank der Welt.
Ein Geschenk auch für Geheimdienste, die darauf natürlich vollen
Zugriff haben. So wird von den USA schon mal die Einreisegenehmigung verweigert,
wenn sich jemand zu viel für Kuba oder Islamismus interessiert hat.
Facebook macht mit unseren
Daten Geld, indem es sie weiterverkauft. Doch wir selbst sind es, die unsere
persönlichen Daten entblößen.
ARD Monitor
Anonym
im Internet surfen
Suchmaschinen und Plattformen wie Facebook
etc. speichern die Herkunft ihrer User. Doch beim freien Proxy-Server namens
"hidemyass" können User anonym im Internet surfen. Die IP-Adresse
wird dabei ebenso versteckt wie die Chronik der besuchten Webseiten. Die
online Identität wird verborgen bei
http://hidemyass.com
Brüssel
bei der Vorratsdatenspeicherung in Erklärungsnot
Die EU-Kommission fühlt
sich in Sachen Vorratsdatenpeicherung von den Mitgliedsstaaten nicht ausreichend
unterstützt. Brüssel beklagt in einem Bericht, dass nur elf von
27 EU-Ländern Daten geliefert hätten, die einen Mehrwert der
umstrittenen Maßnahme nahelegten. Man habe daher mit der Wahrnehmung
zu kämpfen, dass die Vorratsdatenspeicherung für die öffentliche
Sicherheit und die Strafverfolgung wenig bringe. Das nach Konsultationen
mit betroffenen Interessengruppen gezogene Zwischenfazit hatte die österreichische
Bürgerrechtsorganisation Quintessenz veröffentlicht.
Mehr bei
http://www.heise.de/Vorratsdatenspeicherung-in-Erklaerungsnot
Stoppt
die Vorratsdatenspeicherung
Die
Bundesregierung berät zurzeit über einen Gesetzentwurf, der alle
Internet-Zugangsanbieter verpflichten würde, neue Protokolle über
unsere Internetnutzung zu führen, die den Behörden die Ermittlung
der von uns besuchten Internetseiten und der von uns im Internet veröffentlichten
Inhalte ermöglichen sollen. Dieser weitreichende Vorschlag einer neuen
Vorratsdatenspeicherung behandelt jeden Internetnutzer wie einen möglichen
Verbrecher und ist eine klare und gegenwärtige Gefahr für die
Rechte Millionen unbescholtener Menschen in Deutschland auf freie Meinungsäußerung
und Privatsphäre im Internet.
Der Gesetzentwurf „zur Sicherung
vorhandener Verkehrsdaten und Gewährleistung von Bestandsdatenauskünften
im Internet“ würde eine große Zahl von Internet-Zugangsanbietern
zur Führung neuer Aufzeichnungen über alle ihre Kunden verpflichten,
allein für den Fall, dass die Polizei jemals gegen einen von ihnen
ermitteln sollte. Konkret würde der Gesetzentwurf alle Anbieter „öffentlich
zugänglicher Internetzugangsdienste“ ab einer bestimmten Größe
verpflichten, sieben Tage lang Aufzeichnungen darüber aufzubewahren,
welchem Internetanschluss zu welcher Zeit welche Netzwerkadresse (IP-Adresse)
zugewiesen war.
Huntertausendfach scannt die
Polizei jeden Tag per Kamera Kfz-Kennzeichen und gleicht die Ergebnisse
mit ihren Datenbanken ab – sogar trotz eines Urteils
des Bundesverfassungsgerichts.
Die Bürger stehen unter
Generalverdacht: Mecklenburg-Vorpommerns Polizei hat im großen Stil
Autokennzeichen gescannt und mit Fahndungslisten abgeglichen –
obwohl das Verfassungsgericht diese Praxis verurteilt hat. Jetzt droht
erneut eine Klage.
Mehr bei
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,638526,00.html#ref=nldt
USA scannen jetzt alle zehn
Finger: Ab jetzt müssen Ausländer, die am Washingtoner Flughafen
in die USA einreisen, die Abdrücke aller Finger abgeben. Bisher wurden
nur die beiden Zeigefinger gescannt.
Und in Japan werden biometrische
Daten von Ausländern für 70 Jahre gespeichert.
"Wir
werden aus hysterischer Terroristenfurcht mehr und mehr zu einem Überwachungsstaat,
betreiben das Geschäft der Terroristen, indem wir das, was die Terroristen
so hassen, nämlich den demokratischen Rechtsstaat, mehr und mehr schwächen,
wobei wir es hinnehmen, dass ein Innenminister von Woche zu Woche die Angst
antreibt. Ich sehe, wie bestimmte politische Leistungen der Nachkriegszeit,
auf die wir eigentlich stolz sein könnten, ins Bröckeln geraten.
Wir machen einen Kotau vor dem Terrorismus, indem wird die Grundrechte
schmälern. All das ist Abrissarbeit am Gebäude der Demokratie,
das wir mit sehr viel Mühe aufgebaut haben." Günter Grass
Peter Becker: Aufstieg und
Krise der deutschen Stromkonzerne
Zugleich ein Beitrag zur Entwicklung des Energierechts
Der Aufstieg der Stromkonzerne
beginnt mit drei genialen Unternehmern: Werner Siemens, Erfinder des Dynamos,
Walter Rathenau, Gründer der AEG, und Hugo Stinnes, Zechenerbe, der
mit einem genialen Coup das Rheinisch-Westfälische Elektricitätswerk,
RWE, groß machte: Wirtschaftsgeschichte, spannend und farbig erzählt.
Die Konzerne waren so mächtig,
dass sie bis ins Dritte Reich hinein das Entstehen rechtlicher Regeln verhindern
konnten, die sie bei ihren Kartellabsprachen nur behindert hätten.
Die Erklärung ist einfach:
Sie gehörten, wie auch die Stadtwerke, weit überwiegend dem Staat,
der natürlich kein Interesse hatte, seine Wirtschafttstätigkeit
einzuengen. Erst die Nazis wollten mit ihrem Energiewirtschaftsgesetz von
1935 Preise regulieren; für die Aufrüstung.
Nach dem Krieg entstand
unter dem Druck der Alliierten ein Kartellgesetz – aber nicht für
die Energiewirtschaft. Erst die Liberalisierung – auf Druck aus Brüssel
– schob die Gesetzesarbeit an: das Kartellgesetz, das Energiewirtschaftsgesetz,
im Jahr 2005 dann zahlreiche Verordnungen. Dem Staat gefällt die Regelungswut,
die Komplexität nimmt zu...
Das Buch erzählt die
Entwicklung anhand zahlreicher konkreter Streitfälle, differenziert,
trotzdem übersichtlich – und immer spannend. Einen derartigen Überblick
gab es bisher nicht. Dabei ist er überfällig, weil sich der Klimaschutz
nicht nur auf den Aufstieg der Erneuerbaren Energien auswirkt, mit dem
der Abstieg der Stromkonzerne einher geht.
Die rechtlichen Regeln betreffen
immer mehr Menschen: Verbraucher, Windkraft- und Photovoltaikbetreiber,
die dahinter stehenden Industrien etc. Deswegen fehlt auch die aktuelle
Auseinandersetzung nicht, der Kampf um die Energiewende, die Laufzeitverlängerung
der Atomkraftwerke und der Anpassungsdruck für jeden von uns.
Verlag: Ponte Press, ISBN
978-3-920328-57-7, Paperback, 380 Seiten, 24,80 Eur[D] UVP / 25,50 Eur[A]
UVP
Mehr bei
http://www.pontepress.de/buch.php?kat=3&id=23&info=2 Onlinekauf bei
http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783920328577
Filmtipp
Die Ökonomie des Glücks - The
Economics of Happiness
„Lokales Wirtschaften ist eine wichtige Strategie,
um unsere Umwelt, unsere Gesellschaft und uns selbst zu einem besseren
Leben zu verhelfen. Entgegen der alten Machtinstitutionen sind Menschen
dabei, eine andere Zukunft zu schmieden.“
Einerseits werben Regierungen und Großindustrie
für die Globalisierung und Verfestigung der Macht der Konzerne. Andererseits
widersetzen sich dieser Politik weltweit Menschen mit einer Forderung nach
Re-Regulierung von Handel und Finanzen. Entgegen der alten Machtinstitutionen
sind sie dabei, eine neue, andere Zukunft zu schmieden. Sie kommen zusammen,
um ein neues, auf Menschlichkeit und ökologischer Wirtschaft basierendes
Paradigma zu schaffen – hin zu einer lokalen Ökonomie.
„Die Ökonomie des Glücks“ identifiziert
die Ursachen der aktuellen Krisen von der globalen Erwärmung über
das Finanzchaos bis hin zu steigender Arbeitslosigkeit und Depression und
bietet darüber hinaus Lösungen für diese schweren Krisen.
Der Film zeigt, dass unsere Probleme systembedingt
sind. Dennoch zeigen unzählige Initiativen einen Weg zu demokratischeren,
menschlicheren, ökologischen und lokalen Ökonomien; zur „Ökonomie
des Glücks“.
Film-Trailer
Statistik
Deutsche planen Fahrradkauf
9 Prozent der Deutschen planen, in den nächsten
zwölf Monaten ein neues Fahrrad zu kaufen. Dafür wollen sie durchschnittlich
620 Euro ausgeben. Das ist ein Ergebnis der Studie „Fahrrad-Monitor Deutschland
2011“, die das Meinungsforschungsinstitut SINUS zusammen mit dem Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erstellt hat.
Das Pedelec spielt für die Fahrradindustrie
dabei eine immer bedeutendere Rolle, zumal es preislich ohnehin oberhalb
des klassischen Fahrrades liegt. Während 2009 noch 24 Prozent aller
Befragten am Thema Pedelec interessiert waren, hat sich die Zahl bis heute
auf 47 Prozent fast verdoppelt. Insgesamt erwägen 24 Prozent derer,
die einen Fahrradneukauf planen, den Kauf eines Pedelecs. In der Gruppe
der Über-60-jährigen liegt der Anteil gar bei 54 Prozent.
Mehr bei
http://www.adfc.de/deutsche-planen-fahrradkauf
21. Januar 2012, 11:30 Uhr in Berlin auf
der Internationalen Grünen Woche: Demo "Wir haben es satt!"
gegen
Dioxinskandale, Gentechnik im Essen, Tierleid in Megaställen, Hungerkrisen,
Klimawandel, Höfesterben und Monokulturen. Bauernhöfe statt
Agrarindustrie. Demonstration für die Kehrtwende in der Agrarpolitik. http://www.wir-haben-es-satt.de http://www.campact.de/agrar/demo
07. Februar 2012, 20 Uhr im Gemeindesaal
Aeschi b. Spiez BE: „Was würden Sie arbeiten, wenn für ihr
Einkommen gesorgt wäre?“ http://www.grundeinkommen.ch/?p=3757
15. bis 18. Februar 2012 in Halle 8: Biofach
Messe Nürnberg - Marktsegment Naturtextilien.
http://www.biofach.de
29. Februar 2012: Fernlehrgang Ausbildung
zum betrieblichen Energie-Effizienzmanager B.E.E. von B.A.U.M.
http://www.effizienzmanager.de
11. März 2012: Bundesweite Großproteste
gegen die Atomenergie zum Jahrestag der andauernden Fukushima-Katastrophe.
Demo in Tihange (Belgien) und zur Anti-Atom-Menschenkette
im Tal der Rhone in Frankreich.
http://www.ausgestrahlt.de
10. bis 16. März 2012 in Köthen/Anhalt:
Macht
Geld Sinn. Geldkongress zu Regiogeld, Geld- und Bodenreform, nachhaltige
Wirtschaftsformen und Bedingungsloses Grundeinkommen.
http://www.macht-geld-sinn.de
23. und 24. März in Berlin: FÖS-Fachkonferenz
"Ressourceneffizienz durch ökonomische Instrumente. Welchen Rahmen
braucht die Green Economy?"
http://www.foes.de
13. April 2012 im Grand Resort Bad Ragaz,
Schweiz: Tagung „Spiritualität küsst Wirtschaft: 2012 – Spirituelle
Veränderungen für die Wirtschaft“. Anmeldeschluss ist der
13. Februar 2012.
http://www.bernardi.li/tagung.html
Mai – Oktober 2012 (Präsenzphase 23.07.–4.08.2012)
in Mecklenburg-Vorpommern: Internationale Sommeruniversität 2012
– eine online-gestützte Weiterbildung auf dem Gebiet der audiovisuellen
Kommunikation von Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Klimafolgen.
http://www.uinternacional.org/front_content.php
07. bis 08. Juni 2012 in Leipzig: fairventure
Kongress zu neuen Wirtschaftsformen.
http://www.fairventure.de
23. bis 26. September 2014: WindEnergy
Hamburg - internationale Windleitmesse global on- & offshore expo.
http://www.windenergyhamburg.com
Um das 21. Jahrhundert zu überleben,
müssen wir unseren Energieverbrauch in dem Maße durch Erneuerbare
Energien ersetzen, wie er im 19. und 20. Jahrhundert entstanden ist.
Idealtechnologien nutzen Ressourcen, die
unbegrenzt verfügbar sind, bei ihrer Nutzung nicht verschleißen,
die regenerierbar sind und nach deren Nutzung keine negativen Folgeeffekte
auftreten.
Nur wenn genügend Haushalte Ökostrom
(Grünen Strom) kaufen, können die Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke
endlich abgeschaltet werden!
Der Wechsel des Gas- oder Stromlieferanten
ist kostenlos und reibungslos, denn die Stromversorgung ist gesetzlich
garantiert. Technische Änderungen sind nicht erforderlich.
Werbung verführt zu unnötigem
Konsum und trägt daher in erheblichem Maße zum Ressourcenverschleiß
bei.
Werbung ist der Motor der Marktwirtschaft.
Jedoch läuft der Käufer seit langem Gefahr, von der Werbung nicht
informiert, sondern gedrängt zu werden.
Werbung ist eine Manipulation der Seele,
indem sie mit Illusionen spielt. Sie macht die Menschen erst gezielt unglücklich,
indem sie neue Bedürfnisse weckt, die sie dann befriedigen müssen,
um wieder glücklich zu sein.
Grün ist sexy, grün ist IN.
Stars wie George Clooney, Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Julia Roberts oder
Cameron Diaz essen, fahren, kaufen, bauen und heizen Bio und Öko.
Hinzu kommen die LOHAS, die bald 20% der Bevölkerung in USA und Europa ausmachen.
Denn für nahezu alles in unserem Alltag gibt es eine
gesündere, ungiftige, abbaubare, humane und energieeffizientere Alternative.
Was sexy ist und warum, lässt sich bereits an uralten archaischen Mustern ablesen.
Die "friedliche" Nutzung der Atombombe
ist in Deutschland im Prinzip überflüssig. Sie dient allein den
Stromkonzernen, die damit Hunderte von Milliarden scheffeln.
Es gilt jene große Macht zu mobilisieren,
die den Atomausstieg einfach per Konsumententscheidung zementiert.
Elektrofahrzeuge bieten eine große
Chance, sich von fossilen Energieträgern im Mobilitätssektor
zu lösen.
160 Windräder reichen für eine
Million E-Autos.
Der Umstieg auf klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung geht nur
mit Erneuerbaren Energien.
Für die konsequente Nutzung von Erneuerbaren Energien bietet sich die
Dezentralisierung der Stromversorgung geradezu an.
Der nachhaltige Mensch kann Glück
aus dem Bewusstsein seiner eigenen Wichtigkeit gewinnen und ist dadurch
im Stande, sich von äußeren Belohnungen unabhängig zu machen.
Dies ist ein Plädoyer für eine
offene und zukunftsfähige Gesellschaft, die nicht aus Frust und Langeweile
konsumiert, sondern bewusst lebt und dies auch genießen kann!
Was hat unser Ernährungsstil mit dem
Klimawandel und Nahrungsmittel-Skandalen zu tun?
Der ökologische Fußabdruck lässt
sich verkleinern, indem wir bevorzugt Nahrungsmittel aus regionalem und
biologischem Anbau nutzen sowie saisonale Produkte: Spargel im Mai, Erdbeeren
im Juni, Äpfel ab August und Kohl im Winter.
Der Anteil grober Rußpartikel in Dieselabgasen
wurde in den letzten Jahren verringert. Gefährlich sind aber nicht so sehr diese,
sondern die "lungengängigen", sehr kleinen Rußteilchen. Je kleiner die Partikel
sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein.
Es ist tragisch, aber durch die Filtersysteme ist der Ruß
gefährlicher geworden als früher. Bei den feinen und ultrafeinen Partikeln versagen
die natürlichen Abwehrmechanismen der Lunge.
Für ein umweltgerechtes Leben ist
die Mitgliedschaft in einer Regionalgenossenschaft von Vorteil.
Es geht um die preiswertere, da regionale
Selbstversorgung mit umweltgerechten Produkten ohne fossile chemische Belastungen
bei Obst und Gemüse, Korn, Reben, Pflanzen sowie einer dezentralen
Erzeugung und Versorgung mit Strom, Wärme, Treibstoffen, keimbefreitem
Wasser etc., auch mit Energie aus regionalem Müll.
Die schädigende Wirkung vieler Chemikalien,
denen der Mensch im Alltag kaum ausweichen kann, ist längst bekannt.
Verboten sind sie oft nicht – weil die letzte wissenschaftliche Bestätigung
fehlt.
Naturefund kauft weltweit Land, um Lebensräume
für die Vielfalt von Tieren und Pflanzen zu bewahren. Im Zuge des Klimawandels kauft Naturefund verstärkt Wälder und forstet auf.
Naturefund hat bereits viele Wiesen, Wälder und Feuchtgebiete gekauft und
unzählige Bäume gepflanzt. Das Ziel: 3,5 Millionen Quadratkilometer Natur sichern.
Eine der höchsten Ziele für einen
Staat bzw. eine Region muss jetzt die Energie-Autarkie sein, um unabhängig
von auswärtigen Energielieferungen zu werden. Staaten, die die Energiewende
bis 2020 nicht zumindest annähernd geschafft haben, werden zwangsläufig
in den Status eines Entwicklungslandes fallen.
Die Fischbestände sind seit dem Beginn der
industriellen Fischerei um 90% zurückgegangen. Denn für ein Kilo Garnelen
werden bis zu neun Kilo anderer Meerestiere getötet.
Wenn sich nichts ändert, werden zahlreiche Fischarten in naher Zukunft
ausgerottet sein!
Die Überfischung der Meere ist eine Frage des Konsumverhaltens.
Wasser ist der kostbarste Rohstoff des Planeten
und ein extrem knappes Gut. Ganze 2,5 Prozent der irdischen Wasservorräte bestehen
aus Süßwasser. Die zunehmende Industrialisierung gefährdet das begrenzte Angebot.
Wassers kann Energie und Informationen aufnehmen, speichern und an Pflanzen, Tiere
und Menschen wieder abgeben. Es hat sozusagen ein Gedächtnis, das abgerufen werden kann.
Unser Trinkwasser ist jedoch von bedenklicher Qualität.
"Wer nichts zu verbergen hat, hat auch
nichts zu befürchten".
Doch wie würde z.B. ein totalitärer
oder krimineller Staat mit den totalen Daten umgehen?
Der Zusammenhang zwischen Konsumgütern,
Technik und totaler Überwachung.
E10 und Biodiesel sind Mogelpackungen.
Die Biokraftstoffgesetzgebung basiert auf falschen Berechnungen – mit verheerenden Folgen für
die Klimabilanz der EU.
Einige Firmen bewerben Produkte und Dienstleistungen als
"grün", obwohl sie es nachweislich nicht sind.
Grünfärberei – Lügen, bis das Image sauber ist.
Greenwash ist arglistige Täuschung und eine
gefährliche Volksverdummung. Es bedeutet so zu tun, als würde man die Zeichen der Zeit
verstehen und so zu tun, als würde man etwas Grünes tun.
Menschen pflegen linear, also geradlinig, zu denken. Je
länger etwas schon angedauert hat, desto länger wird es so weitergehen.
Daraus erwächst die Erkenntnis, dass alles steuerbar
und kontrollierbar ist, sogar die Natur.
Doch lineares Denken führt zu Scheinlösungen,
denn ein Schmetterling kann Städte verwüsten und schon eine kleine Welle ins Chaos führen.
Deutschland ist das einzige Land der Erde ohne
Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.
Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde den bundesweiten CO2-Ausstoß
um drei Prozent verringern.
Für ein Tempolimit auch in Deutschland gibt es viele gute Gründe, doch man kann
nicht immer vernünftig sein.
In einer Infotainment-Gesellschaft werden wir täglich
geflutet von Informationen und Werbung, die mit unseren ureigenen Interessen, Zielen und
Bedürfnissen nur noch wenig zu tun haben.
Die Kommunikationslawine behindert Information und die Verblödungswirkung ist dabei durchaus
erwünscht.
Uns geht es jedoch um heikle und daher oft unten gehaltene Themen sowie
Hintergründe und deren Analyse.